Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

24. Februar 2010 | Digitales

Individualisierte Tageszeitung „PersonalNews“

Seit 1. Februar als PDF- und E-Reader-Version verfügbar

Seit 1. Februar 2010 ist mit „PersonalNews“ ein zweiter Anbieter auf dem deutschen Markt der individualisierten Tageszeitungen aktiv. Nach „niiu“ („BDZV-Intern“ Nr. 27/2009 berichtete) startete nun das Produkt der Firma Syntops aus Augsburg. Doch bis auf den Grundgedanken, dass sich der Leser seine eigene Zeitung zusammenstellt, finden sich zwischen beiden Angeboten nur wenig Gemein¬samkeiten.

So wartet der Neuling aus Augsburg mit 16 Zeitungstiteln auf, aus denen der Leser frei wählen kann. Doch im Gegensatz zu den 18 Vertragspartnern von „niiu“, zu denen auch viele Regionalzeitungen wie „Neue Osnabrücker Zeitung“, „Berliner Morgenpost“ oder „Mitteldeutsche Zeitung“ (Halle) und einige internationale Titel („New York Times“ und „International Herald Tribue“) gehören, weist das Portfolio der „PersonalNews“ vor allem überregionale und internationale Titel auf. Neben „Abendzeitung“ (München), „Frankfurter Rundschau“ und „Hamburger Abendblatt“ steuern beispielsweise „Washington Post“, „Der Standard“ (Wien) oder „Shanghai Daily“ Inhalte bei. „Wir haben uns für diese Titelauswahl entschieden, weil wir neben jungen Lesern vor allem Geschäftsleute ansprechen wollen“, erklärte Projektleiter Sedar Azar gegenüber BDZV-Multimediareport. Dieser Zielgruppe sei es auch geschuldet, dass „PersonalNews“ zunächst einmal nur als digitale Version erscheint. Der Abonnent kann dabei zwischen einer PDF-Version und einer webbasierten E-Reader-Variante wählen. Beide werden frühs via E-Mail zwischen 7.30 und 8.30 Uhr zugestellt. Ein ähnliches zeitliches Versprechen hinsichtlich der Zustellung geben auch die Macher von „niiu“ ab, die bis spätestens 8.00 Uhr ihre maximal 24-seitige Printausgabe in die Briefkästen Berlins verteilt haben wollen. „Aber auch wir haben das Ziel, irgendwann eine gedruckte ‚PersonalNews‘ zu produzieren. Denn Print ist unsere Kernkompetenz“, so Azar weiter. Bis dahin werde man aber vor allem digitale Endgeräte wie das Kindle von Amazon oder das Apple iPad mit der „PersonalNews“ bespielen, eine Version für Smartphones wie das iPhone (beispielsweise durch eine eigene App) sei hingegen derzeit nicht geplant. Zu klein das Display, zu kompliziert die Umsetzung und vor allem zu groß die auszuliefernde Datei, schließlich wartet die PDF-Version mit bis zu zehn MB auf; so die Argumente. Der versprochene Lesekomfort könnte dann nicht mehr garantiert werden.

Seiten werden 1 zu 1 übernommen

Übrigens werden die Seiten der kooperie­renden Häuser im Original übernommen, damit sich der Leser weiterhin mit den Content-Lieferanten identifiziert, so Azar weiter. Auch aus diesem Grund sprach er im Interview davon, dass es sich bei „PersonalNews“ nicht um eine neue Zeitung handle, sondern dass man sich vielmehr als „Ki­osk verstehe, wo Tageszeitungen zusammenge­stellt werden“. Zu dieser Zusammengestellung gehört es auch, dass Werbeanzeigen 1 zu 1 in „PersonalNews“ Einzug halten, vorläufig zumin­dest. Denn Syntops arbeite daran, eigene, auf die Leser zugeschnittene Anzeigen in das Produkt einfließen zu lassen. An den Gewinnen aus die­ser Targeting-Werbung sollen im Folgenden auch die Kooperationspartner beteiligt werden. Derzeit zahlen die Macher von „PersonalNews“ lediglich eine Art Lizenzgebühr an die Zeitungspartner, die sich aus den Vertriebserlösen (ein Euro pro Ausgabe) finanziert. Bezahlt wird das „PersonalNews“-Abonnement via Kreditkarte oder per Lastschriftverfahren, auch der Erwerb von Gut­scheinen ist möglich. Nach Angaben Azars habe „PersonalNews“ mittlerweile „mehrere Tausend Abonnenten, aber noch deutlich weniger als Zehntausend“.

zurück