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16. September 2004 | Ausland

In Krisengebieten wächst Gefahr für Reporter

Anders als in früheren Kriegen werden Reporter stärker in das Kriegsgeschehen hineingezogen, bestätigt Michael Rediske, Vorstandssprecher der Vereinigung Reporter ohne Grenzen (RoG) in Deutschland, in einem Interview mit der „Berliner Zeitung“. Anlässlich der Entführung zweier französischer Journalisten im Irak machte Rediske deutlich, dass die Gefahr immer dann besonders groß sei, wenn die Kriegsparteien nicht deutlich zu identifizieren sind, „Wenn es in einem Konflikt keine klaren Fronten und verschiedene irreguläre Truppen gibt“, so wie im Irak. Dabei habe sich das Berufsbild des Kriegsreporters verändert. Früher hätten Journalisten den Status von Zivilisten genossen und seien als neutrale Berichterstatter nicht angegriffen worden. Seit den neunziger Jahren werde das jedoch immer weniger akzeptiert, bedauerte Rediske. Vor diesem Hintergrund hätten sich einige Journalisten bewaffnet, andere seien vorsichtiger geworden. Dazu der RoG-Sprecher: „Wir befürchten, dass die Korrespondenten im Irak künftig seltener das Hotel verlassen – dann sind sie stärker auf Sekundärquellen angewiesen. Natürlich beeinträchtigt das die Informationsfülle und das Bild, das wir etwa von den Ereignissen bekommen.“

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