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10. Oktober 2003 | Allgemeines

Im Mittelpunkt: Der Kunde

Fachtagung mit Teilnehmerrekord – Markenbindung und Diversifikationsstrategien als Wege zur Zukunftssicherung

Eine Rekordzahl von Teilnehmern konnte BDZV-Präsident Helmut Heinen anlässlich des Zeitungskongresses 2003 auch beim Fachprogramm „Märkte, Medien und Methoden. Im Fokus: der Kunde“ in Berlin begrüßen. Prominente Redner wie Arthur Ochs Sulzberger, Verleger der „New York Times“, stellten am 30. September ihre Strategien für die Kunden vor, hochkarätig besetzte Podien vertieften die Diskussion über die Entwicklungstendenzen der Zeitungen und ihrer weiteren Medien. Annette Milz, Chefredakteurin des „MediumMagazins“, moderierte und führte durch das Programm.

Arthur Ochs Sulzberger, Verleger der „New York Times“, berichtete in Berlin über sein ganz persönliches Verhältnis zur ehemals geteilten Stadt und seine Einschätzung der heutigen Mediensituation. Für ihn steht fest, dass Zeitungen von den neuen, globalen Informationsmöglichkeiten nur profitieren können: Neugierige Menschen erwarteten von jeher Orientierung und Hintergrund von den Zeitungen. Trotz der bedrückenden wirtschaftlichen Lage sieht er deshalb sein Unternehmen auf Expansionskurs. Die weitgehende Vernetzung von Print, TV und Internet ist für den Verleger dabei integraler Bestandteil seiner Unternehmensphilosophie.

 

Das Wort „Krise“ kam Sulzberger in seinem Vortrag nicht über die Lippen. Dr. Friedhelm Haak, Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgesellschaft Madsack in Hannover, scheute sich dagegen nicht, die derzeitige Situation beim Namen zu nennen. Er präsentierte Konzepte, wie Zeitungsverlage in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Kosten sparen können. Eine ganz wichtige Komponente ist dabei die digitale Produktionsweise: Zahlreiche Produktionsabläufe könnten in modernen Zeitungshäusern unter Einbindung des Internets voll automatisiert werden. Die hierdurch zu erzielenden Einsparungen seien enorm.

 

In drei Podiumsdiskussionen ging es im Anschluss um ganz praktische Probleme: Wie lassen sich Leser halten und gewinnen? Vor welchen Herausforderungen steht die Zeitung als Werbeträger? Wie kann sich die Zeitung noch besser im Medienmix präsentieren? Geschäftsführer, Chefredakteure, Werber und Medienexperten nahmen die in der Branche jeweils gepflegten Glaubenssätze kritisch unter die Lupe. Erstaunlich einhellig waren dabei die Einschätzungen der Experten zur Bedeutung der Zeitung als Marke und zum Internet. Zeitungshäuser müssten stärker als bisher ihren Markenwert erkennen, pflegen und ausbauen, um als Medium konkurrenzfähig zu bleiben. Das Internet mit seinen diversen Möglichkeiten wird inzwischen als unverzichtbare Ergänzung der Tageszeitung mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten wahrgenommen.

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