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12. November 1999 | Allgemeines

IG Medien stellt "provokante Forderungen"

BV Druck verlangt zeitgemäße Reform zu Besetzungsregeln

Die IG Medien hat, wie der Bundesverband Druck in Wiesbaden berichtet, in den nahezu dreijährigen Verhandlungen über die Reform der Besetzungsregelungen an Tiefdruck- und Offsetrotationen am 25. Oktober 1999 "erneut provokante Forderungen gestellt, ohne diese schriftlich vorzulegen".

In einer mündlichen Verlesung habe die Gewerkschaft eine Verschärfung der Regelungen sowie eine Erweiterung der Mitbestimmung gefordert. So sollen beispielsweise in Zukunft auch für die Rüstzeiten die Anzahl der an einer Maschine beschäftigten Personen mit dem Betriebsrat festgelegt werden. Eine Erhöhung der bisherigen Besetzung soll bei einer Produktion mit häufigem Umrüsten (Unterbrechung des Fortdrucks alle zwei bis drei Stunden) erfolgen. Eine Reduzierung der Besetzung mit Druckern solle nur dann möglich sein, wenn mindestens fünf Achtertürme gekoppelt werden, was, wie der BV Druck dazu anmerkt, "in der Praxis kaum geschieht". Angesichts dieser und weiterer Forderungen der IG Medien zieht der BV Druck das Fazit, dass die Gewerkschaft, "statt die Besetzungsregeln an die veränderte Technologie anzupassen", eine "Ausdehnung über das derzeitige Maß hinaus" verlange.

Der BV Druck hat nun seinerseits mit einem schriftlichen Vorschlag zur Neuregelung der Besetzungsregeln reagiert. In der Form von Eckpunkten werde eine Lösung vorgesehen, "die der modernen Ausstattung in der Druckindustrie entspricht". Die Arbeitgeberorganisation forderte die IG Medien auf, die Eckpunkte in den Gewerkschaftsgremien "kurzfristig zu beraten, um noch bis Jahresende zu einer zeitgemäßen Reform zu kommen". Der BV Druck betonte in diesem Zusammenhang, dass es "um eine Modernisierung der veralteten Besetzungsregelungen geht, die einen angemessenen Schutz der Mitarbeiter vor Überforderung gewährleisten soll". Die IG Medien sei nun aufgefordert, einen Terminvorschlag zu unterbreiten und sich zu Verhandlungen über die inhaltliche Neuregelung bereit zu erklären. Ihre derzeitige Verweigerungshaltung schade den Beschäftigten der Druckindustrie.

Der Vorschlag des BV Druck zur Neuregelung der Besetzungsregeln kann über die Landesverbände der Druckindustrie oder beim Bundesverband (Telefon 0611/803181, Telefax 0611/803281) abgefragt werden.

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