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27. April 2000 | Allgemeines

IG Medien provoziert Tarifkonflikt

Mediengewerkschaft droht mit Streikaktionen / BV Druck und Medien kritisiert Verweigerungshaltung

In bisher noch nie erlebter Art und Weise provoziere die IG Medien einen Tarifkonflikt in der Druckindustrie, erklärte der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) am 26. April 2000 in Frankfurt, wo die zweite Verhandlungsrunde stattfinden sollte. Doch habe die Mediengewerkschaft sich geweigert, über das vorgelegte Angebot der Arbeitgeber überhaupt zu reden.

Wie bereits nach der ersten Verhandlung am 21. März in München erklärte die Gewerkschaft, sie habe in den nächsten Tagen keine Zeit für weitere Verhandlungen; erst am 10. Mai gebe es wieder einen freien Termin. Der bvdm hatte der IG Medien zum Auftakt am 26. April ein umfassendes Angebot vorgelegt. Dieses enthält sowohl Lohnerhöhungen als auch eine Forderung zur Ausbildung und einen Tarifvertrag über Altersteilzeit in der Druckindustrie. Auf dieser Basis strebe der bvdm einen Abschluss an. Die Tariflöhne und die Ausbildungsvergütungen sollen rückwirkend zum 1. April 2000 um 2,2 Prozent und zum 1. April 2001 um weitere 2,5 Prozent erhöht werden. Das Lohnabkommen soll eine Laufzeit bis zum 31. März 2002 haben. Die Arbeitgeber wollen mit der IG Medien außerdem eine Ausbildungsförderung vereinbaren. Diese habe das Ziel, das Ausbildungsplatzangebot bei Neuverträgen im Ausbildungsjahr 2000/2001 in den Kernberufen Mediengestalter, Drucker, Siebdrucker und Buchbinder um zehn Prozent zu steigern, so der bvdm.

Zu dem Angebot gehört auch ein Tarifvertrag über Altersteilzeit. Grundlage ist der für beide Seiten freiwillige Abschluss eines Altersteilzeitvertrages zwischen den Arbeitsvertragsparteien. Das Arbeitsentgelt für die Altersteilzeit soll mindestens 80 Prozent betragen. Der bvdm sagt darüber hinaus zu, diese Altersteilzeit für betroffene Arbeitnehmer als Anspruch einzuführen, wenn die von der IG Medien zugesagte Reform der Besetzungsregeln zustande kommt. Außerdem soll es zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge möglich sein, tarifliche Entgeltbestandteile als jährliche Einmalzahlungen in eine Direktversicherung einzubringen.

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