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24. Juli 1997 | Allgemeines

Homosexuelle und Ausländer diskriminiert

Deutscher Presserat spricht fünf Rügen aus

Der Beschwerdeausschuß des Deutschen Presserats hat anläßlich seiner Sitzung am 15. Juli 1997 in Bonn öffentliche Rügen gegen die "Bild"-Zeitung und den "Ostholsteiner Anzeiger" ausgesprochen; ebenfalls öffentlich gerügt wurden die Zeitschriften "Coupé" und "Titanic" sowie die Stadtteilzeitung "Bürger-Echo".

Die "Bild"-Zeitung hatte über den Selbstmordversuch eines achtjährigen Mädchens berichtet. Da die Berichterstattung auf Vermutungen gründete, die sich im nachhinein als falsch herausstellten, habe das Blatt "gegen die in Ziffer 2 Pressekodex festgeschriebene journalistische Sorgfaltspflicht verstoßen", hieß es in der Begründung des Beschwerdeausschusses. Beim "Ostholsteiner Anzeiger" wurde Schleichwerbung (Ziffer 7) kritisiert. Der Presserat rügte ferner die Zeitschrift "Coupé", weil diese in einem Artikel unter der Überschrift "Ich fordere: Entzieht schwulen Friseuren die Lizenz!" Homosexuelle diskriminiert habe (Ziffer 12). Das Satiremagazin "Titanic" verstieß nach Auffassung des Beschwerdeausschusses mit einem Beitrag über den Tod des früheren Bundestagsvizepräsidenten Hans "Jonny" Klein gegen die Menschenwürde (Ziffer 1). Eine Vielzahl von negativen Aussagen über Ausländer enthielt ein in der Kölner Stadtteilzeitung "Bürgerecho" veröffentlichter anonymer Leserbrief, der als diskriminierend im Sinne der Ziffer 12 Pressekodex gerügt wurde. Wie der Vorsitzende des Beschwerdeausschusses, Peter J. Velte, mitteilt, wurden von den insgesamt 39 behandelten Beschwerden 14 für begründet erklärt. Neben den fünf öffentlichen Rügen ergingen fünf Mißbilligungen und drei Hinweise.

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