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05. Juli 2004 | Allgemeines

Hohe Qualität zu neuen Konditionen

dpa will bis 2006 zehn Millionen Euro einsparen

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) hat im vergangenen Jahr trotz rückläufiger Umsätze schwarze Zahlen geschrieben. Dies sei durch den frühzeitig eingeschlagenen Sparkurs mit deutlichen Reduzierungen auf der Kostenseite erreicht worden, sagte der Vorsitzende der dpa-Geschäftsführung, Walter Richtberg, am 17. Juni 2004 in Hamburg. Mit Blick auf das erste Halbjahr 2004 zeigte sich Richtberg verhalten optimistisch, erklärte jedoch, dass die Zukunft gleichwohl „schwierig“ bleiben werde.

Der Umsatz der dpa GmbH ging 2003 um 3,2 Prozent auf 102,8 Millionen Euro zurück (2002: 106,2 Millionen). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit schrumpfte von 2,92 Millionen auf 1,84 Millionen. Aufgrund steuerlicher Sondereinflüsse sank der Jahresüberschuss überproportional auf 0,62 Millionen Euro (2,2 Millionen). In diesem Ergebnis seien Rückstellungen von mehr als einer Million Euro für die anstehende Umstrukturierung enthalten, sagte Richtberg. Für 2004 sei vorübergehend ein negatives Betriebsergebnis bei der Muttergesellschaft zu erwarten, bis spätestens 2006 solle die Bilanz wieder ausgeglichen sein.

 

Alle dpa-Tochterunternehmen haben nach Aussage des Geschäftsführers 2003 wieder Gewinne erzielt und zusammengenommen „etwas mehr verdient als die Mutter mit dem Kerngeschäft“. Die dpa-Gruppe verzeichnete bei den Außenumsätzen ein Minus von 3,7 Prozent auf 117,9 Millionen Euro (2002: 122,4 Millionen). Die Zahl der Beschäftigten ging um fast vier Prozent auf 1.137 (2002: 1.200) zurück.

 

Das zu Jahresbeginn 2004 eingeführte neue Preismodell mit einer geänderten Rabattstaffel sei „von den Kunden gut angenommen“ worden, sagte Richtberg. Rund 85 Prozent der 132 Zeitungen, die den dpa-Basisdienst beziehen, hätten neue Fünf-Jahres-Verträge unterschrieben oder sich entsprechend verbindlich geäußert, zehn Prozent hätten Verträge über drei Jahre abgeschlossen. Das 2002 angelaufene Kostensenkungsprogramm wird nach Aussage des Geschäftsführers fortgesetzt; bis Ende 2006 sollen damit insgesamt zehn Millionen Euro eingespart werden.

 

Chefredakteur Wilm Herlyn betonte, durch die Einsparungen werde die Qualität des redaktionellen Angebots nicht beeinträchtigt. „Wir werden aber in einigen Bereichen die Breite der Berichterstattung nicht mehr ganz aufrecht erhalten können. Das heißt: Wir werden noch stärker selektieren und für die Kunden auswählen.“ Die Tiefe des redaktionellen Angebots mit Korrespondentenberichten und Hintergründen werde aber beibehalten, versicherte Herlyn. Besonderes Gewicht habe auch künftig die Dialog mit den Kunden, etwa durch Treffen der Chefredakteure oder mit Redakteuren der Kunden auf Landesdienstebene. Eines der Ergebnisse dieses Dialogs sei „reporting on demand“, die Berichterstattung auf Bestellung, wie Herlyn ausführte.

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