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24. Februar 2014 | Allgemeines

Hilfe für zwangsprostituierte junge Mädchen und Frauen

BDZV verleiht Bürgerpreis der deutschen Zeitungen an Gaby Wentland

Themen: Bürgerpreis, Preise

In den deutschen Zeitungen vergehe derzeit kaum ein Tag, „an dem nicht über die Einschränkung des Menschenhandels, die Bestrafung von Freiern oder das Verbot von Prostitution gesprochen und geschrieben wird“. Das unterstrich BDZV-Präsident Helmut Heinen anlässlich der Verleihung des Bürgerpreises der deutschen Zeitungen an Gaby Wentland am 20. Februar 2014 in Berlin.

Die Jury – alle Chefredakteure der im BDZV organisierten Verlage – hatte der Gründerin der MISSION FREEDOM die mit 20.000 Euro dotierte Ehrung für ihr Engagement für zwangsprostituierte junge Mädchen und Frauen zugesprochen, die von Menschenhändlern vor allem aus Rumänien, Bulgarien und Nigeria nach Deutschland gelockt wurden.
Der Bundestagsabgeordnete Frank Heinrich, der als Theologe und Sozialpädagoge die Arbeit der Preisträgerin begleitet, würdigte Gaby Wentland vor rund 120 geladenen Gästen aus Politik und Medien in Berlin als eine Persönlichkeit, die nicht nur im Stillen wirke. „Sie will einzelnen Menschen helfen und zugleich ihr Möglichstes tun, um die Öffentlichkeit für diesen alltäglichen Skandal vor unseren Haustüren zu sensibilisieren.“
„Diese Auszeichnung hilft dem Kampf gegen den Menschenhandel", betonte Gaby Wentland. Die Zeitungen seien für dieses Engagement unverzichtbar. Denn der Kampf könne nur gemeinsam mit Politik und Medien geführt werden, wenn er Aussicht auf Erfolg haben wolle. Das Preisgeld soll in eine Aufklärungskampagne fließen.
Bisher als Bürger des Jahres gewürdigt wurden 2010 Thomas Beckmann (nominiert von der „Rheinischen Post“, Düsseldorf), 2011 das Ehepaar Birgit und Horst Lohmeyer (nominiert von der „Ostsee-Zeitung“, Rostock) und 2012 Nora Weisbrod, nominiert von „Allgemeiner Zeitung“ (Mainz) und „Wiesbadener Kurier“. Der Solo-Cellist Beckmann hat die in 100 deutschen Städten aktive Obdachlosenhilfe-Organisation „Gemeinsam gegen Kälte“ gegründet. Birgit und Horst Lohmeyer engagieren sich in dem Örtchen Jamel (Mecklenburg-Vorpommern) gegen Neonazis und rechte Gewalttäter. Nora Weisbrod unterstützt als Gründerin und Geschäftsführerin der „Aktion Tagwerk“ Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche in Ruanda, Burundi und Südafrika. Bei der aktuellen Preisträgerin handelt es sich um eine Nominierung des „Hamburger Abendblatts“.
Ausgezeichnet als „Deutschlands Bürger/Bürgerin des Jahres“ werden Personen, die auch jenseits ihrer eigentlichen Profession Herausragendes für die Gesellschaft leisten. Die deutsche Nationalität ist ausdrücklich nicht Voraussetzung. Weitere Informationen zum Preis und alle Nominierten im Portrait finden sich unter www.buergerpreis-der-zeitungen.de.

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