Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

16. Februar 2000 | Namen und Nachrichten

Hilfe bei der Rechtschreibung

Seit dem 1. August 1998 gelten die neuen Rechtschreibregeln in Behörden und Schulen. Ein Jahr später, am 1. August 1999, haben auch die deutschsprachigen Nachrichtenagenturen - und mit Ihnen die Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen - nachgezogen. Ausnahme: Die Hamburger Wochenzeitung "Die Woche" - sie erscheint bereits seit dem Jahreswechsel 1996 in neuer Rechtschreibung. Ohnehin gelten alte und neue Schreibweise bis zum 1. Juli 2005 gleichberechtigt nebeneinander; danach sind die veränderten Rechtschreibregeln verbindlich für alle. Allerdings wurde auf Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 17. September 1999 ein "Beirat der Kommission für die deutsche Rechtschreibung" eingesetzt, der im zweijährigen Turnus zu den Berichten der Kommission über die Umsetzung der neuen Rechtschreibung Stellung nehmen soll. In diesem Beirat ist auch der BDZV vertreten (Kontakt pasquay@bdzv.de).

Viele Tageszeitungen haben im Vorfeld ihrer Umstellung auf die neue Rechtschreibung die Leser ausführlich informiert und häufig sogar mit Beilagen auf verändert geschriebene Worte und Regeln aufmerksam gemacht. Fass und Fuß enden seither unterschiedlich, st darf getrennt werden, ohne dass es dem Setzer Leid tun müsste, und so weiter. Allerdings haben die deutschsprachigen Nachrichtenagenturen für die eigene Arbeit auch noch einige Sonderregelungen eingeführt: So werden zum Beispiel die herkömmliche Schreibweise bei Begriffen im wissenschaftlichen Umfeld beibehalten (etwa Mammographie, Theraphie) und feststehende Begriffe auch weiterhin groß geschrieben (Schwarzes Brett). Der Journalist steht seither also nicht nur vor dem Problem, dass er die neue Rechtschreibung anwenden muss, er sollte obendrein in bestimmten Fällen auch die Agenturschreibweise verinnerlicht haben.

Unterstützung und Hilfe gibt es dabei auf verschiedenen Ebenen. So hat beispielsweise die Deutsche Presse-Agentur ihre Neuregelungen ins Internet (www.dpa.de) mit Stand vom 21. Juni 1999 eingestellt. Von A wie in gestern Abend bis Z wie in jeder Zweite kann hier eine umfangreiche Wortliste nachgeschlagen werden. Als gute Umsetzung der neuen Regelungen akzeptiert werden auch die beiden Rechtschreib-Werke aus dem Duden-Verlag und dem Bertelsmann-Verlag. Die Firma Weltbild bietet ein mit 49,90 Mark besonders günstiges "Duden-Office"-Paket aus drei Bänden an, zu dem neben dem eigentlichen Rechtschreib-Lexikon auch noch ein Fremdwörterbuch und ein Oxford-Wörterbuch Englisch (alle Broschur) zählen. Kontakt: www.weltbild.de.

Daneben gibt es aber auch bereits sehr kompfortable elektronische Hilfsmittel. Wer beispielsweiese mit Microsoft Word arbeitet und nur den eigenen Computer aufrüsten möchte, ist mit dem "Orthograf-Rechtschreibkonverter", den Bertelsmann/ Koch Media auf CD-Rom vertreibt (Bertelsmann, Die deutsche Rechtschreibung, Professional (98 Mark) gewiss gut bedient. Das Programm lässt sich mit eigenen Benutzerwörterbüchern für den idividuellen Gebrauch ausstatten, ist Microsoft Word 2000-kompatibel und enthält in der "Professional"-Version ein Benutzerlexikon "Presseagenturen". Systemvoraussetzungen: PC Pentium, Windows 95 oder 98, 8MB, 15 Megabyte freier Festplattenspeicher, 4-fach CD-Rom-Laufwerk, SVGA-Grafikkarte mit 65.000 Farben, Mouse. Eine Netzwerk-Installation ist allerdings nicht möglich.

Als "State of the art " für Client-Server-Lösungen gilt für alle diese Fälle der "Primus Korrektur-Manager" aus dem Haus Softex, der sowohl bei MS Windows, Apple Macintosh, Unix und DOS eingesetzt werden kann. Anwender können hier nicht nur die von den deutschsprachigen Presseagenturen bevorzugte Schreibweise zuschalten oder sich für eine eher konservative oder eher progressive Auslegung der neuen Rechtschreibung entscheiden; das Programm verfügt zum Beispiel auch über eine so genannte "intelligente Fehlerkorrektur", bei der etwa immer wieder vorkommende Schreibfehler vom "Wörterbuch-Administrator" mit einem Korrekturvorschlag versehen werden. Dabei wurden 20.000 "klassische Fehler" (etwa "Lybien" statt korrekt "Libyen") bereits berücksichtigt. Besonders interessant: Es gibt eine "Stilkontrolle", die vor unerwünschten Formulierungen oder Wörtern warnt und beispielsweise aus dem Arabischen oder Russischen transskribierte Eigennamen nur in der Schreibweise zulässt, auf die sich die Mitarbeiter geeinigt haben. Der "Primus Korrektur-Manager" kostet als Einzelplatz-Lizenz 853 Mark; für den Einsatz an mehreren Arbeitsplätzen gelten Staffelpreise.

zurück