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15. Juni 2007 | Allgemeines

«Highlight Print» beim Medienforum - «Aufbruchstimmung bei Verlagen»

dpa-Gespräch mit dem ZVNRW-Vorsitzenden Clemens Bauer

14. Medienforum NRW 2002
K14. Medienforum NRW 2002 KDas Internet mit Online-Zeitungen, Web-TV und Podcasts hat bei Verlagen nach Ansicht des nordrhein-westfälischen Zeitungsverlegerverbandes (ZVNRW) Aufbruchstimmung ausgelöst. «Die Zeitung ist absoluter Spitzenreiter, was die Glaubwürdigkeit von Informationen - und übrigens auch von Werbung - angeht», sagte der ZVNRW-Vorsitzende Clemens Bauer in einem dpa-Gespräch in Düsseldorf. Die Glaubwürdigkeit beruhe auf hoher journalistischer Qualität. «Und da wir diese Qualität auch auf die Online-Angebote der Zeitungen übertragen haben, funktionieren diese sehr gut, gerade auch im regionalen Bereich», sagte Bauer.

Der ZVNRW veranstaltet zusammen mit dem BDZV beim Medienforum NRW am 19. Juni in Köln ein«Highlight Print». Dabei geht es um das Engagement der Verlage im Internet, beim privaten Hörfunk und im lokalen Fernsehen. Diekünftigen Leser stehen beim Panel «Kinder und Zeitung» im Mittelpunkt. Außerdem werden Verbreitungsformen wie Videocast und Podcast diskutiert.

Zeitungen seien nicht «von gestern», sagte Bauer, Vorsitzender derGeschäftsführung der «Rheinischen Post». «Sie sind unverzichtbar für Menschen, die sich für ihre Welt interessieren und aktiv durch dasLeben gehen.» Die Zeitung sei «nah dran», sowohl an den Themen als auch an den Lesern: «Sie beobachtet Ereignisse mit den Augen ihres eigenen Publikums.» Und das Publikum seinerseits suche nach Informationen, die von Profis bereits aufbereitet worden seien und nicht als Rohware auf zahllosen Webseiten lägen.

Die bisherigen Zeitungsverlage wandelten sich rasant zu Medienhäusern, die Informationen und Anzeigen auf verschiedenen Wegen unter die Leute brächten. Die gleiche Basis an Inhalten könne dabei unterschiedlich verwertet werden, sagte Bauer: «Alle Nachrichten und Beiträge werden entsprechend den Qualitätsstandards des Verlages als Inhalte-Basis erstellt. Und dann gibt es verantwortliche Redakteure für die Ausgabekanäle - einen, der etwas vom Fernsehen versteht, einen anderen, der Online-Kompetenz hat, und wieder jemanden, der Zeitung schreiben kann.»

Die Online-Ausgabe mit Foto-Galerien, Podcasts, Videos und Leser-Kommentaren sei dabei keine Konkurrenz zur Zeitung auf Papier: «Die aktuellen Nachrichten werden von den Nutzern in der kanalspezifischen Aufbereitung abgerufen.» Außerdem erkenne die Online-Redaktion sofortan der Zahl der Zugriffe, welche Themen auf besonders viel Interesse stoßen. «Dazu kann die Zeitung dann den ausführlichen Hintergrund liefern.»

Einen Kampf zwischen finanzstarken großen Häusern und kleinenVerlagen hält Bauer nicht für zwangsläufig. «Ich glaube, dass dieSchnellen gewinnen und nicht unbedingt die Großen.» Es gehe darum,für den lokalen Markt passende Angebote zu machen. «Und da sindkleinere Häuser häufig sehr clever und nahe an den Bedürfnissen ihrerLeser.» Außerdem seien zumindest in NRW große Häuser bereit, Ideen mit kleineren zu teilen, zum Beispiel gemeinsame Anzeigen-Portale imInternet.

Gespräch: Jürgen Hein, dpa

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