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03. Juli 2000 | Allgemeines

Hessen ist ein gelobtes Land der Zeitungsvielfalt

VHZV-Jahrestagung in Schlangenbad

Die Zeitung ist ein Medium mit "beachtlichen Be-harrungskräften", erklärte der hessische Ministerpräsi-dent Roland Koch anlässlich der Jahrestagung Hessi-scher Zeitungsverleger (VHZV) Anfang Juni 2000 in Schlangenbad. Hessen sei mit seiner Zeitungsvielfalt geradezu ein "gelobtes Land".

Die Zeitung biete solide Information, aufklärende Kommentierung und gleichzeitig gute Unterhaltung für die heutige Freizeitgesellschaft, würdigte Koch. Mit Hilfe der Zeitungen laufe im Wesentlichen die Kommunikation. Gleichzeitig beeinflusse die vertiefende Kommentierung in den Zeitungen die Politik. Im Übrigen äußerte sich der hessische Ministerpräsident zufrieden darüber, dass mit der Gründung der Ballungsraum-Fernseh-Anbietergemeinschaft "Inter-city TV" die Zeitungsverlage ein "positives Signal" gegeben hätten.

Zuvor hatte der VHZV-Vorsitzende Thomas Schmitt, zugleich Verleger der "Fuldaer Zeitung", die rund 140 Gäste aus Verlagen, Politik, Wirtschaft und Verwaltung in seiner Begrüßungsrede auf die Bedeutung des Jahres 2000 für die Technik des Druckens und für die Geschichte der Zeitungen hingewiesen. So sei nicht nur vor 350 Jahren die erste Tageszeitung weltweit gegründet worden, nämlich die in Leipzig erscheinende "Einkommende Zeitungen" des Druckers Thimotheus Ritzsch. Die Voraussetzung dafür habe der vor (vermutlich) 600 Jahren geborene Johannes Gutenberg geschaffen, heute zu Recht als "Mann des Millenniums apostrophiert". Obendrein begehe in diesem Jahr der "Gießener Anzeiger" aus Hessen sein 250-jähriges Bestehen, da-mit die viertälteste Zeitung, die bis heute kontinuierlich erscheine.

Ferner streifte Schmitt mit seiner Rede die drängenden Probleme der Zeitungen und wies unter anderem auf die nach wie vor "unsäglichen Schwierigkeiten" hin, die dem "Zeitungsvertrieb mit der Neuregelung des 630-Mark-Gesetzes bereitet wurden und werden". Der VHZV-Vorsitzende bedauerte ausdrücklich, dass die guten Argumente der Zeitungen kein Gehör gefunden hätten, und artikulierte die Enttäuschung über nicht gehaltene Zusagen. Weiter warnte er vor dem "höchst bedenklichen Aufkommen" von täglichen Gratiszeitungen sowie den geplanten Änderungen des Urheberrechts.

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