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22. Juni 2007 | Allgemeines

Heinen: Es geht um Glaubwürdigkeit, Kompetenz, Verantwortung

BDZV-Präsident spricht beim 31. Deutschen Evangelischen Kirchentag

Die klassischen Medien, wie Zeitung, Zeitschrift, Buch, Fernsehen und Radio sind in einer immer stärker individualisierten und zersplitterten Kommunikationskultur die Garanten für publizistische Qualität, sagte BDZV-Präsident Helmut Heinen am 7. Juni 2007 beim 31. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Köln. „Es geht um Glaubwürdigkeit, um Wahrhaftigkeit, um Kompetenz und um Verantwortung.“ Es sei davon auszugehen, dass die Zahl der Medienangebote und auch die der Medienanbieter weiter steigen werde. Größer werde vor allem auch „die Zahl der journalistisch schlichtesten Angebote“. Das Gebot der Trennung von Inhalten und werblicher Kommunikation werde viele neue Anbieter nicht interessieren, prognostizierte der BDZV-Präsident. Zur Glaubwürdigkeit gehöre jedoch, dass das Trennungsgebot von Werbung und redaktionellem Inhalt nicht angetastet werde. „Jede Form von Schleichwerbung untergräbt das Vertrauen des Publikums in unsere Arbeit“, so Heinen.

Er hob hervor, dass guter Journalismus teuer sei. „Er kostet Geld für intelligente und engagierte Mitarbeiter, er kostet Geld für deren Ausbildung, er kostet Geld für Produktionstechnik und er kostet Geld für die Freiräume, die für die wirklich neuen Geschichten und für die investigativen Recherchen erforderlich sind.“ In einem „unange­nehmen Gegensatz“ dazu stehe die sinkende Bereitschaft der Nutzer, für Medieninhalte auch zu bezahlen.

Zu neuen Darstellungsformen im Internet wie Blogs und Wikis führte Heinen aus, dass die Tra­ditionsmedien diese Veränderungen nutzen soll­ten, neue Wege zum Publikum zu finden. Doch seien die vom Publikum produzierten Inhalte kein Journalismus. Der Begriff vom Bürgerjournalis­mus sei Etikettenschwindel. Relevante Inhalte generieren, strukturieren, aufbereiten und die Debatten in den verschiedenen Lebensbereichen moderieren, das sei ein kompliziertes Handwerk, welches nur von talentierten und gut ausgebilde­ten Journalisten erledigt werden könne. Heinen kritisierte, dass Medien Fotos und Filmbeiträge von Prominenten veröffentlichten, die ihnen Leser oder Zuschauer in die Redaktion schickten. „Es ist nicht gutzuheißen, wenn durch diese so ge­nannten Laienreporter oder Leserreporter ein kollektives Paparazzitum angeregt wird.“

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