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20. Mai 1999 | Namen und Nachrichten

Hans-Joachim Otto als Zeitungsbote unterwegs

"Ich frage mich, ob der rot-grünen Regierungskoalition überhaupt bewußt ist, wer und unter welchen Umständen frühmorgens dafür sorgt, daß die Zeitungen ihre Leser erreichen? Was würden die Abgeordneten der Koalitionsparteien sagen, wenn sie ihre Zeitungen zukünftig (mit Verspätung) per Post bekommen?" Mit diesen Worten kommentierte der medienpolitische Sprecher der F.D.P.-Bundestagsfraktion, Hans-Joachim Otto, die Eindrücke, die er am 11. Mai 1999 als Aushilfs-Zeitungsbote frühmorgens in seiner Heimatstadt Frankfurt gemacht hat. Viele Beschäftigte verdienten sich durch ihren Fleiß ein kleines Zubrot, erklärte Otto. Hierfür würden sie nunmehr von der Bundesregierung bestraft. Für viele Zusteller lohne es sich nicht mehr, nachts Zeitungen auszutragen, wenn sie wegen der zusätzlichen Abgaben künftig erhebliche Nettoeinbußen hinnehmen müßten. Otto betonte, daß die von Arbeitsminister Walter Riester unterstellte "mißbräuchliche Ausweitung" der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse auf diesem Sektor "nie stattgefunden haben könne". 180.000 Zusteller sorgten in einem schmalen Zeitfenster von etwa zwei Stunden frühmorgens dafür, daß Zeitungen ihre Leser erreichen. Für die Arbeit in diesem Zeitraum seien keine Ganztagsjobs zerstückelt worden, umgekehrt könnten auch keine Vollzeitjobs geschaffen werden.

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