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06. August 2009 | Namen und Nachrichten

Hamburger Stiftung für politische Verfolgte nimmt Journalisten auf

In den vergangenen Monaten hat die Hambur­ger Stiftung für politisch Verfolgte drei Journalis­ten als neue Gäste aufgenommen. Es sind der Journalist und Schriftsteller Jahangir Alam Akash, der zuletzt für die überregional erscheinende Zeitung „Daily Sangbad“ (Bangladesch) und den Bengali-Sender der Deutschen Welle arbeitete. Akash hatte 2007 den Überfall einer militärischen Eliteeinheit auf einen Zivilisten und dessen Fami­lie gefilmt und in einem unabhängigen Fernse­hender veröffentlicht. Trotz Verhaftung und schwerer Folter publizierte er auch nach seiner Freilassung Enthüllungsberichte und wurde von Amnesty International als „gefährdeter Kritiker“ in die Kategorie der „Urgent Actions“ aufgenommen. Aus Sri Lanka stammt der singalesische Journa­list Sanath Balasooriya, der sich als Mitglied des „Free Media Movement“ und der Bewegung „Jounalists for Peace“ für die Rechte der tamili­schen Minderheit im Norden Sri Lankas und für die Friedensverhandlungen stark gemacht hat. Wegen seiner Berichterstattung über den eth­nisch-religiösen Konflikt und über Gewaltaktionen gegen Medienvertreter wurde er mit Schreibver­bot belegt und mit Morddrohungen verfolgt. Weil Kollegen entführt, misshandelt und erschossen wurden, fürchtete Sanath Balasooriya um sein Leben und bat die Hamburger Stiftung um Hilfe. Auch der mexikanische Journalist Pedro Matías Arrazola, der seit Mitte Juni 2009 Gast der Ham­burger Stiftung ist, erlebte Entführung und Folter. Arrazola konzentriert sich in seiner Arbeit auf Übergriffe und Korruption staatlicher Stellen im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca und auf das organisierte Verbrechen. Laut Hamburger Stiftung sind unbequeme Journalisten in Mexiko häufig Angriffen ausgesetzt. Drohungen sollen sie zur Selbstzensur „überreden“; geben sie nicht nach, würden sie mit Bomben und Mordanschlägen endgültig zum Schweigen gebracht. Die Men­schenrechtsorganisation „Reporter ohne Gren­zen“ bezeichnet Mexico als den für Journalisten gefährlichsten Staat Lateinamerikas. Außerdem betreut die Hamburger Stiftung für politisch Ver­folgte zwei von der Todesstrafe betroffene Sti­pendiaten: den Journalistikstudenten Parvez Kambaksh auf Afghanistan, der wegen angebli­cher Verbreitung eines islamkritischen Textes 2008 zum Tode verurteilt wurde und jetzt eine 20 Jahre währende Gefängnisstrafe absitzen muss; sowie die usbekische Juristin Tamara Chikunova, deren – mittlerweile rehabilitierter – Sohn Dimitri Opfer eines Justizmordes wurde.

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