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06. Juni 2001 | Namen und Nachrichten

Haindl verkauft an finnischen Konzern

Der Gesellschafterkreis der G. Haindl'sche Papierfabriken KGaA, Augsburg, verkauft sein Unternehmen zu 100 Prozent an den finnischen Papierhersteller UPM-Kymmene. Die Haindl-Gruppe gehört mit einer Jahresproduktionskapazität von 2,8 Millionen Tonnen und einem Umsatz von 3,2 Milliarden Mark zu den bedeutendsten europäischen Herstellern von altpapier- und holzhaltigen Rollendruckpapieren. Der Kaufpreis betrage 3,64 Milliarden Euro und umfasse die deutschen Haindl-Werke Augsburg, Schongau, Duisburg-Walsum, Schwedt, die Tochtergesellschaften Parenco B.V. (Niederlande) und Steyrermühl AG (Österreich) sowie die Interot Speditions-GmbH, teilte das Unternehmen mit. Die Regionalfluglinie Augsburg Airways GmbH, Augsburg, bleibe im Besitz der bisherigen Gesellschafter.

Im Rahmen dieser Transaktion habe UPM-Kymmene Oy, Helsinki, mit Norske Skog AS, Lysaker, verbindlich vereinbart, das Haindl-Werk Duisburg-Walsum und die Parenco B.V. - zeitgleich mit der Erteilung der kartellrechtlichen Genehmigung des Haindl-Erwerbs - an den norwegischen Papierhersteller weiterzuveräußern. Der Abschluss des Genehmigungsverfahrens durch die Brüsseler Wettbewerbsbehörden werde bis Jahresende erwartet.

Die jährliche Produktionskapazität der UPM-Kymmene Gruppe wird nach dem Haindl-Erwerb von 9,7 Millionen Tonnen auf 11,6 Millionen Tonnen steigen, davon entfallen 5,5 Millionen Tonnen auf Magazinpapiere, 2,7 Millionen Tonnen auf Zeitungsdruck, 2,4 Millionen Tonnen auf Feinpapiere und 900.000 Tonnen auf Spezialpapiere. Der Umsatz der UPM-Kymmene Group lag im Jahr 2000 bei 9,5 Milliarden Euro.

Die Struktur des Haindl-Konzerns werde sich in absehbarer Zukunft nicht ändern, das gelte insbesondere für den Bestand der Haindl Papier GmbH & Co. KG als wesentliche operative Gesellschaft. Clemens Haindl, Sprecher der Geschäftsführung, und Geschäftsführungsmitglied Manfred Scholz, die das Unternehmen in den vergangenen 30 Jahren mitgestaltet und geprägt haben, werden nach Abschluss des kartellrechtlichen Verfahrens von ihren Ämtern zurücktreten. Auf eigenen Wunsch werden die weiteren Mitglieder der Haindl-Geschäftsführung, Georg Holzhey und Fritz Holzhey, im neuausgerichteten Unternehmen der UPM-Kymmene mit Führungspositionen betraut.

Im Internet: www.haindl.de

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