Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

16. Juli 1999 | Allgemeines

Hände weg von der Werbefreiheit!

44 Verbände veröffentlichen gemeinsame Position der Wirtschaft

Märkte lassen sich ohne Werbung nicht erfolgreich gestalten oder erhalten. Jegliche Eingriffe in dieses absatzwirtschaftliche Instrument behindern die Marktwirtschaft und stellen deren Erfolg in Frage, heißt es in der Präambel der jetzt von 44 Organisationen der Wirtschaft unterzeichneten "Deklaration der Deutschen Wirtschaft zur Werbefreiheit".

Mittträger des Papiers sind unter anderem der Bundesverband der Deutschen Industrie, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Deutsche Industrie- und Handelstag, der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels sowie die im Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) zusammengeschlossenen Organisationen der werbenden Wirtschaft, der Medien, der Werbeagenturen und der Werbeberufe und Forschung.

Soziale Gerechtigkeit, Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, Perspektiven für die Jugend sowie andere Ziele zukunftsorientierter Gesellschafts- und Sozialpolitik seien nur auf dem Boden erfolgreicher Marktwirtschaft realisierbar, zu der die Werbung als unverzichtbares Element des Wettbewerbs gehöre. Legal hergestellte und legal vertriebene Produkte müßten deshalb auch beworben werden dürfen, heißt es weiter in der Deklaration. Neue Arbeitsplätze entstünden insbesondere durch neue Märkte sowie durch Innovationen, die mit Hilfe von Werbemaßnahmen den Marktteilnehmern bekannt gemacht werden könnten.

Der Wert der Werbung komme gleichzeitig in der Rolle der Marktkommunikation der Wirtschaft als Orientierungshilfe für Kaufentscheidungen zum Ausdruck. Darüber hinaus gefährdeten Einschränkungen von Werbemaßnahmen die finanzielle Stabilität der Medien. Im Welthandel wirke Werbung der protektionistischen Abschottung nationaler Märkte entgegen und trage zum sozialen Wandel durch ständig wachsenden Handel bei.

Auslöser der Deklaration ist, wie der federführende ZAW mitteilt, die "zunehmende Werbefeindlichkeit vor allem auf der Ebene europäischer Institutionen, die im totalen Tabakwerbeverbot ihren ersten Höhepunkt gefunden" habe. Der Aufruf der Deutschen Wirtschaft an Politik und Gesellschaft von Werbezensur-Plänen werde gekoppelt mit einer ZAW-Untersuchung zu ökonomischen und sozialen Effekten von Marktkommunikation. Darin würden die Auswirkungen von Werbung auf die Volkswirtschaft, auf die betriebliche Existenz, auf die Arbeitsplätze, auf die Bürger als Konsumenten, auf das Mediensystem sowie auf den kulturellen Bereich analysiert.

Die 100 Seiten starke Broschüre "Mehrwert Werbung - ökonomische und soziale Effekte von Marktkommunikation" von Volker Nickel kann zum Preis von 39 Mark bezogen werden über:

ZAW
Postfach 20 14 14
53144 Bonn
Telefon: 0228/820920
Fax: 0228/357583
E-Mail: zaw@zaw.de.

zurück