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30. März 2001 | Allgemeines

GWA: 2000 war Ausnahmejahr für die Werbebranche

chwäche der US-Konjunktur wirkt sich aus / Internet unbedeutend

Für die deutsche Werbewirtschaft war 2000 ein Ausnahmejahr. Wegen der gegenwärtigen US-Konjunkturschwäche blickt die Werbebranche allerdings mit Skepsis auf das laufende Jahr. Nach Einschätzung des Gesamtverbands Werbeagenturen (GWA) in Frankfurt am Main wird das betreute Werbevolumen 2001 nur noch um bis zu sechs Prozent zulegen.

Im vergangenen Jahr hätten allein die im GWA organisierten Agenturen ein Wachstum von 15,4 Prozent (auf 23,9 Milliarden Mark) erzielt, sagte GWA-Präsident Lothar Leonhard anlässlich einer Pressekonferenz am 27. März 2001 in Frankfurt am Main. Dabei habe sich die Umsatzrendite der Agenturen nach zuvor rückläufigen Erträgen auf durchschnittlich zwei Prozent stabilisiert. Die Entwicklung habe sich auch positiv am Arbeitsmarkt für Werbeprofis niedergeschlagen: Die vom GWA repräsentierten Mitgliedsagenturen steigerten die Zahl ihrer Beschäftigten um rund 15 Prozent auf 16.282.

2001 müsse die Werbebranche nach den vergangenen Boom-Jahren aber deutlich kürzer treten, das Wachstum der Agenturen könne erstmals seit langem kaum über dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum liegen, prognostizierte der Verband nach einer Umfrage unter seinen Mitgliedern. Dabei hatte jede vierte Agentur angegeben, mit einem geringeren oder deutlich geringeren Wachstum der Branche zu rechnen. Grund für die pessimistische Prognose ist unter anderem die starke Abschwächung der US-Konjunktur. Die Töchter amerikanischer Konzerne hier zu Lande dürften nach den Worten Leonhards bei den Werbebudgets kräftig den Rotstift ansetzen: "Das wird sicher durchschlagen", sagte der Verbandschef. Allerdings rechne er noch vor Jahresende mit einer Wiederbelebung der US-Wachstumsdynamik.

Bei der deutschen Kundschaft erwartet der GWA in den Sparten Finanzen, Energie und Telekommunikation ein weiteres Ansteigen der Werbeetats; kaum neue Impulse verspricht man sich dagegen von der Autobranche sowie aus den Zweigen Ernährungswirtschaft und Kosmetik. Das Internet dürfte bei den Werbeeinnahmen laut GWA auch künftig nur ein Schattendasein führen. An den gesamten Werbe- und Kommunikationsausgaben von rund 64 Milliarden Mark im Jahr 2000 betrage der Anteil gerade einmal drei bis vier Prozent. "Die Hoffnungen auf große Umsätze im Internet haben sich bei weitem nicht erfüllt. Viele gehen daher wieder raus", erklärte dazu Leonhard. Ein wichtiger Grund für die Flaute sei - neben der Krise der gesamten Dot.com-Branche - die noch unzureichende technologische Entwicklung. Außer "banaler Banner-Werbung" sei derzeit nur relativ wenig im World Wide Web machbar, meinte der GWA-Präsident.

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