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29. Oktober 2014 | Recht

Günther Oettinger möchte EU-Urheberrecht reformieren

Verwertungsgesellschaften sollen künftig europaweit arbeiten können

Themen: Leistungsschutzrecht, Recht, Google, Urheberrecht, Europa, Online

Der deutsche EU-Digitalkommissar Günther Oettinger will das Urheberrecht reformieren. Er möchte unter anderem dafür sorgen, dass private Nutzer und Unternehmen für Inhalte im Internet, die andere erstellt haben, zahlen, sagte er jetzt dem „Handelsblatt“. Das solle auch für Google und andere Unternehmen gelten. „Wenn Google intellektuelle Werte aus der EU bezieht und damit arbeitet, dann kann die EU diese Werte schützen und von Google eine Abgabe dafür verlangen“, wird Oettinger zitiert.

Verwertungsgesellschaften, die die Abgaben an Künstler und Autoren verteilen, sollten demnach künftig europaweit arbeiten können. Bisher gibt es in den EU-Ländern unterschiedliche Regelungen zum Urheberrecht.

Ein Sprecher des BDZV dazu: "Wir begrüßen, dass EU-Kommissar Oettinger die so wichtige Debatte über einen geeigneten Schutz von Inhalten in der EU erneut angestoßen hat. Im Bereich der Zeitungen hat die Digitalisierung erstmals in der Geschichte der Presse dazu geführt, dass Artikel in Sekundenschnelle und ausschnittsweise ohne Autorisierung von unterschiedlichsten Aggregatoren und Dritten vervielfältigt und vermarktet werden können. Die Frage der Wertschöpfung von Presseinhalten in der digitalen Welt muss aus unserer Sicht dringend politisch diskutiert werden. Das betrifft das Urheberrecht wie auch das Kartellrecht. Die EU duldet derzeit im Bereich der Internetsuche mit Google ein Quasi-Monopol."

Die deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger haben zu dem komplexen Thema EU-Urheberrecht ein umfassendes Positionspapier erarbeitet, das Sie hier nachlesen können.

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