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23. September 1999 | Namen und Nachrichten

Gruner + Jahr verlässt Sonntagsblatt

Das Hamburger Verlagshaus Gruner + Jahr beabsichtigt den Verkauf seiner Anteile an den drei Gesellschaften, die in Freiburg, Heilbronn und Karlsruhe die "Zeitung zum Sonntag" herausgeben. Wie das Unternehmen mitteilt, stünden die Vertragsverhandlungen über die Anteilsübertragungen an die anderen Mitgesellschafter vor dem Abschluss. Die Ausweitung der "Zeitung zum Sonntag" auf weitere Standorte sei mit den Renditeerwartungen von Gruner + Jahr nicht zu vereinbaren gewesen. Dies habe "unter anderem an zahlreichen Nachahmungen in anderen Städten sowie den schwierigen Kooperationsverhandlungen mit regionalen Zeitungsverlegern" gelegen. Der Vorstandsvorsitzende Gerd Schulte-Hillen bereits anlässlich der Jahrestagung des Presse-Grosso am 15. September 1999 in Baden-Baden erklärt, dass es sich bei dem Engagement mit der "Zeitung zum Sonntag" um einen "Versuch" handle, eine "etwas anspruchsvollere Sonntagszeitung mit einem großen und informativen Bundesligateil erfolgreich im Markt zu platzieren". Dabei schloss der Vorstandschef nicht aus, dass Gruner + Jahr die "derzeit noch andauernde Testphase" beenden werde, falls sich das Projekt längerfristig wirtschaftlich nicht tragen sollte. Der BDZV und die Landesverbände hatten in diesem Zusammenhang scharf kritisiert, dass hier redaktionelle Leistung verschenkt, das Image der Tageszeitung womöglich beschädigt und im schlimmsten Fall der stabile deutsche Zeitungsmarkt zu Lasten insbesondere kleinerer Verlage gestört werde.

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