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13. März 1997 | Allgemeines

Grünes Licht für ZMG

ZeitungsMarketingGesellschaft nimmt Betrieb zum 1. Juli auf/ einstimmiges Votum der Regionalpresse

Der Weg für die Gründung einer ZeitungsMarketingGesellschaft der deutschen Zeitungen ist jetzt frei: Nachdem die Delegiertenversammlung des BDZV bereits am 23 Januar 1997 grünes Licht gegeben hatte, sprach sich am 12. März auch die Mitgliederversammlung der Regionalpresse in einer außerordentlichen Sitzung einhellig für die Etablierung der neuen Marketingorganisation aus.

Sämtliche Aktivitäten und Projekte der Regionalpresse und ihrer Tochtergesellschaft gzm, der Gesellschaft für Zeitungsmarketing, werden in die neu zu gründende ZeitungsMarketingGesellschaft (ZMG) überführt. Damit verbunden ist die Auflösung der 1963 gegründeten Regionalpresse. Die ZMG wird ihren Betrieb am 1. Juli aufnehmen; an der Spitze des Unternehmens steht der bisherige Geschäftsführer der Regionalpresse, Dr. Hans-Dieter Gärtner.

BDZV-Vizepräsident Dr. Pierre Gerckens erklärte im Anschluß an die Mitgliederversammlung der Regionalpresse, mit der ZMG würden die optimalen Bedingungen dafür geschaffen, die Zeitung als wichtigstes Informationsmedium und größten Werbeträger erfolgreich ins nächste Jahrtausend zu führen. Der Vorsitzende des Vorstands der Regionalpresse, Manfred Adrian, führte aus, vordringliche Aufgabe der ZMG werde es sein, "Flagge zu zeigen" und eine Präsenz der Medialeistung aller deutschen Zeitungen in der Fachöffentlichkeit und vor allem bei Mediaentscheidern herzustellen. Gerckens und Adrian betonten, daß der Wettbewerb um Leser, Hörer, Zuschauer einerseits und Werbekunden andererseits immer härter werde. Dementsprechend reiche es nicht mehr aus, wenn die Zeitungsverlage ihre Marketingaktivitäten nur individuell entfalteten. Vielmehr müßten alle Zeitungsverlage als geschlossene Mediengattung ein zentrales und offensives Marketing betreiben. "Mediaentscheidungen sind heute Gattungsentscheidungen", sagte Adrian.

Träger der ZMG ist der BDZV, der diese Aufgabe treuhänderisch für die in seinen Landesverbänden organisierten Verlage übernimmt. Als Kontroll- und Beratungsgremium fungiert ein Aufsichtsrat von fünf Mitgliedern und zwei Stellvertretern, in dem ein Mitglied des Präsidiums des BDZV, ein Vorsitzender eines Landesverbandes, zwei Vertreter der bisherigen Regionalpresse und ein Vertreter der Lokalpresse repräsentiert sind. Der Geschäftsführung der ZMG steht ein Marketingbeirat zur Seite, dessen Mitglieder vom Aufsichtsrat berufen werden. Jedes Mitglied des Marketingbeirats ist zugleich für die Betreuung einer Projektgruppe zuständig.

BDZV-Vizepräsident Gerckens machte deutlich, daß Zeitungsmarketing und ZMG künftig eine von drei Säulen innerhalb des BDZV bildeten. Die zweite Säule lasse sich zusammenfassen als "Lobbying und Standespolitik", die dritte umfasse die Bereiche Wirtschaft und Recht einschließlich der Tarif- und Sozialpolitik. Diese klassischen Aufgaben des BDZV könnten durch die Konzentration der Marketingaktivitäten innerhalb der ZMG künftig noch stärker ins Zentrum rücken. Wichtiger denn je sei auch die nach innen gerichtete Arbeit des BDZV als Dienstleister für den einzelnen Mitgliedsverlag und die Funktion des Verbandes als Datenzentrale und "Know-how-Basis" für das gesamte Zeitungswesen.

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