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09. Dezember 2002 | Ausland

Gratiszeitungen in Spanien

Gratiszeitungen gibt es in Spanien seit mindestens zehn Jahren in kleinerem Umfang. Doch der Markteintritt von „20 Minutos“ und „Metro Directo“ im Jahr 2001 hat die morgendliche Zeitungslandschaft der spanischen Großstädte auf spektakuläre Weise verändert, berichtet die Fachzeitschrift „Zeitungstechnik“ (Darmstadt) in ihrer Oktober-Ausgabe. Seit der Einführung der beiden Blätter würden täglich allein in Madrid und Barcelona mehr als eine Million Exemplare davon gelesen, dies bedeute eine enorme Steigerung der Auflagenzahlen (und eine neue Leserschaft). Allein die Konjunkturlage bremse derzeit die Expansionspläne der dahinter stehenden Medienunternehmen Schibsted und Kinnevik. „Zeitungstechnik“ prognostiziert, dass es „20 Minutos“ bald auch in Sevilla oder Bilbao geben werde. Ihr und „Metro Directo“ sei es gelungen, täglich 1,46 Millionen Leser zu erreichen. Laut den Ergebnissen der im April und Mai 2002 landesweit durchgeführten Medienanalyse „Estudio General de Medios“ verzeichnet „20 Minutos“ täglich 689.000 Leser, „Metro Directo“ erreicht 772.000 Leser. In Spanien sei man sich, schreibt die „Zeitungstechnik“ weiter, einig darüber, dass es den Gratiszeitungen gelungen sei, sich den neuen Lebensgewohnheiten der – vor allem städtischen – Leser anzupassen und den Erfordernissen eines veränderten Informationsmarktes Rechnung zu tragen. „20 Minutos“ und „Metro Directo“ seien für Nachrichtenkonsumenten entwickelt worden, die leichte Nachrichtenkost bevorzugten. Die Gratiszeitungen würden ansprechend aufgemacht und zu bestimmten Zeitpunkten angeboten. Damit zögen sie ein Publikum an, das vorher keine Zeitungen gelesen habe, darunter viele junge Leute und Frauen.

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