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16. November 2006 | Namen und Nachrichten

Google versucht sich an Zeitungswerbung

Ende November 2006 startet das Internetportal Google in den USA einen drei Monate dauernden Testlauf, bei dem die Anzeigen von rund 50 gro­ßen Zeitungen vermarktet werden, darunter die Zeitungsverlage Gannett, Tribune Company und New York Times Company. Wer­bekunden und Agenturen, die bislang kaum in traditionellen Me­dien geworben haben, könnten damit neue Wege zu den Konsumenten be­schreiten. Zeitungen könnten neue Kunden­stämme gewinnen. Die Zeitungen lassen sich damit allerdings auf eine Partnerschaft mit einem Unternehmen ein, das gleichzeitig eine Bedro­hung darstellt. Google experimentiert schon seit 2005 mit der Vermark­tung von Printanzeigen und hat bereits versucht, Anzeigen in Zeitschriften zu verkaufen – aller­dings mit eher mäßigem Erfolg, wie das Un­ter­nehmen selbst einräumte. Möglicherweise sieht Google Zeitungen wegen ihres kürzeren Erschei­nungsrhythmus als geeignetere Plattform. Die Anzeigen der Zeitungen werden in einer Auktion versteigert: Die potenziellen Werbekunden kön­nen auf der Internetseite von Google verfügbare Anzeigen­plätze in den Zeitungen einsehen und Gebote dafür abgeben. Die Zeitungen können dann ent­scheiden, ob und welche Angebote sie anneh­men. In Deutschland wird das Experiment mit großem Interesse, jedoch verhaltenen Er­wartun­gen beobachtet. Aus Sicht des BDZV etwa sei es zu begrüßen, wenn durch neue Angebote neue Anzeigenkunden für die Zeitungen gewon­nen werden können. Allerdings dürften damit be­währte Instrumente wie die Preisliste nicht be­schädigt werden. Darauf weist auch Marc Zei­metz von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hin, der laut einer Umfrage im Bran­chendienst „Kontakter“ empfiehlt, zur Absiche­rung Mindestpreise durch die Verlage festzule­gen. Der Sprecher des Süddeutschen Verlags, Sebastian Berger, sieht nach Angaben des Inter­netdienstes „Pressetext“ Vermarktungschancen eher bei regionalen Zeitungen als im eigenen Haus. „Aber wir lassen uns gerne überraschen und warten ab, was die Ergebnisse des Tests bringen.“

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