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06. Juni 2005 | Digitales

Google mit neuen Werbeformen

Suchmaschinenbetreiber reicht Patent für Qualitätssuche ein / Lokaler Suchdienst für mobile Endgeräte gestartet

Der Suchmaschinenbetreiber Google testet seit April diesen Jahres die Möglichkeit, Werbekunden neben den bekannten Textanzeigen auch grafische Werbemöglichkeiten anzubieten. Statt der Pro-Klick-Abrechnung werden auch reichweitenabhängige Vergütungsmodelle überprüft. Darüber hinaus soll es Werbekunden ermöglicht werden, auch Websites aus Googles Partnernetzwerk zu buchen.

Im ersten Quartal 2005 hat Google 1,26 Milliarden Dollar umgesetzt und damit ein Nettoergebnis von 369,2 Millionen Doller erzielt. 99 Prozent des Umsatzes werden mit Textanzeigen am Rand von Suchergebnislisten erzielt beziehungsweise mit den kontextabhängigen Anzeigen auf den Partner-Websites von Google. Geld erhält Google nicht für die Publizierung der Werbung, sondern nur, sobald ein Nutzer auf eine Anzeige klickt. Analysten sehen in dem Einstieg in traditionelle Werbemodelle mit buchbaren Werbeumfelder und reichweitenabhängiger Vergütung sowie grafischen Werbeformen die Öffnung Googles für Markenartikelwerbung.

 

Auch an seiner Kernkompetenz, nämlich der Suche, arbeitet Google. So wurde in mehreren Ländern ein Patent für eine Technologie eingereicht, die die Qualität von Nachrichten-Websites messen soll. Der Suchalgorhythmus des Dienstes Google News arbeitet bisher nur danach, wie aktuell oder wie relevant ein Bericht für einen bestimmten Suchbegriff ist. Die Quelle spielt dabei keine Rolle. Die neue Technologie soll dies ändern. Zu den Einflussgrößen für die Bewertung einer Quelle sollen die Zahl der Nachrichten, die Länge der Geschichten, die Mitarbeiterzahl, die Reichweite und ähnliche Größen zählen. In letzter Zeit war Google oft dafür kritisiert worden, dass in dem Nachrichten-Dienst extremistische oder rassistische Quellen gleichwertig mit hochwertigen Medien angeboten wurden.

 

Während in Deutschland der lokale Suchdienst von Google in diesem Jahr erst noch starten soll, testet das Unternehmen in den USA und Kanada bereits eine Variante dieses Services für mobile Endgeräte. Yahoo hat einen vergleichbaren Dienst in den USA bereits im Oktober 2004 gestartet. Laut den Marktforschern von Jupiter Research wurden im vergangenen Jahr 502 Millionen Dollar mit local search umgesetzt. Für 2009 werden 879 Millionen Dollar Umsatz prognostiziert.

 

Quellen: Financial Times Deutschland, 25.4.2005; Die Welt, 26.4.2005; newscientist.com, 2.5.2005; news.com, 2.5.2005; Reuters, 12.4.2005; mediapost.com, 3.5.2005

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