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14. Oktober 2011 | Namen und Nachrichten

Goldene Feder der Freiheit für schwedisch-eritreischen Journalisten

goldene feder dawit isaak Dawit Isaak, Mitbegründer der ersten unabhängigen Zeitung „Setit“ in Eritrea, ist vom Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA) mit der Goldenen Feder der Freiheit ausgezeichnet worden. Isaak wurde die Würdigung in Abwesenheit zugesprochen; der Journalist ist nach Angaben von WAN-IFRA seit 10 Jahren in Eritrea inhaftiert, die meiste Zeit ohne Kontakt zur Außenwelt. Sein Verbleib – und die Frage, ob er überhaupt noch lebt – sind nach wie vor ungeklärt. „Diese Auszeichnung stellt eine hervorragende Gelegenheit dar, Dawits Schicksal stärker ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu rücken und den internationalen Druck auf die eritreischen Behörden zu verstärken, damit diese Auskunft über seinen Gesundheitszustand und seinen Verbleib geben“, erklärte Dawits Bruder Esaias Isaak, der im Rahmen der gemeinsamen Eröffnungsfeier für den Weltkongress der Zeitungen und das World Editors Forum am 13. Oktober 2011 in Wien die Goldene Feder der Freiheit in Vertretung entgegen nahm. Die Goldene Feder der Freiheit wird seit 1961 jährlich von WAN-IFRA verliehen, um eine Einzelperson, eine Gruppe oder eine Institution für ihren außergewöhnlichen Einsatz (in Schrift und Tat) zugunsten der Pressefreiheit zu würdigen. Dawit Isaak war, wie WAN-IFRA mitteilt, als eritreischer Flüchtling nach Schweden gekommen und hatte dort die schwedische Staatsbürgerschaft erhalten, nach der Unabhängigkeitserklärung kehrte er in sein Heimatland zurück, wo er die erste unabhängige Zeitung des Landes mitbegründete. Die Zeitung mit dem Namen Setit gelangte zu nationaler Geltung und wurde insbesondere wegen ihrer investigativen Berichterstattung geschätzt. 2001 wurde Setit jedoch, wie die gesamte unabhängige Presse des Landes, durch die Regierung eingestellt. Die bürgerlichen Freiheiten in Eritrea wurden außer Kraft gesetzt und zahlreiche Journalisten inhaftiert, darunter auch Dawit Isaak. Anlässlich der Preisverleihung appellierte WAN-IFRA erneut an die eritreischen Behörden, Dawit Isaak und alle anderen in Eritrea inhaftierten Journalisten sofort freizulassen. An die internationale Gemeinschaft erging der Aufruf, sich gegenüber der eritreischen Regierung aktiv dafür einzusetzen. Um die Pressefreiheit in Eritrea ist es sehr schlecht bestellt. In der von Reporter ohne Grenzen herausgegebenen Rangliste zur weltweiten Situation der Pressefreiheit bildet Eritrea das Schlusslicht und rangiert noch hinter Ländern wie Nordkorea, Iran und Burma. Eine Auswahl redaktioneller Inhalte zum Fall Dawit Isaak finden Sie hier http://www.wan-ifra.org/pressfreedom und hier die Kampagne für die Freilassung des Journalisten www.freedawit.com.

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