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15. Dezember 2008 | Ausland

Goldene Feder der Freiheit für pakistanischen Chefredakteur

Der Weltverband der Zeitungen (WAN) hat den Chefredakteur der pakistanischen Zeitungen „Fri­day Times“ und „Daily Times“, Najaam Sethi, mit der Goldenen Feder der Freiheit (Golden Pen of Freedom 2009) ausgezeichnet. Die Organisation würdigt damit Sethis außerordentliche Anstren­gungen, unter schwierigen Umständen und bei konstanter persönlicher Gefährdung die Presse­freiheit zu verteidigen und zu stärken, teilt dazu der WAN mit. Sethis Zeitungen verträten liberale und weltliche Ideen in einem Land, das zu oft durch religiösen Extremismus zerrissen werde. „Extremisten haben seit jeher Zwang ausgeübt, um ihre Kritiker zum Schweigen zu bringen, und genau das geschieht jetzt“, zitiert der WAN Na­jaam Sethi. „Dies ist eine Schlacht, die die Me­dien und das Land nicht verlieren dürfen.“ Nach Angaben des Weltverbands liegt der Preisträger aufgrund seiner redaktionellen Leitlinien, die Au­tokratie und religiösen Fundamentalismus ver­dammen, seit vielen Jahren im Streit sowohl mit den pakistanischen Behörden als auch mit reli­giösen Gruppen. Er sei von den Taliban und an­deren radikalen Muslimorganisationen mit dem Tode bedroht worden und sei wegen Beleidigung der Regierung ins Gefängnis geworfen und ge­schlagen worden. Alle Journalisten seien sich der Gefahr bewusst, heißt es dazu vom WAN, dass sie mit ihren konträren Berichten den Zorn ge­walttätiger Extremistengruppen auf sich ziehen könnten. In einer Region voll solcher Gefahren habe Najaam Sethi sich gleichwohl entschlossen, Stand zu halten. Seine Hingabe an die Versor­gung der Menschen mit wahren und unabhängi­gen Nachrichten im Angesicht großer persönli­cher Gefahr und Opfer stehe in bester journalisti­scher Tradition. Der Preis werde auch andere dazu inspirieren, solchem Druck zu widerstehen. Die offizielle Preisverleihung findet anlässlich des Weltkongresses der Zeitungen und des Weltfo­rums der Chefredakteure in Hyderabad (Indien) statt (22. bis 25. März 2009).

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