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28. November 2005 | Ausland

Goldene Feder der Freiheit für Akbar Ganji

Akbar Ganji, einer der führenden investigativen Journalisten im Iran und derzeit der wohl be­kannteste politische Gefangene des Landes, wird mit der „Goldenen Feder der Freiheit“ 2006 aus­gezeichnet, die der Weltverband der Zeitungen (WAN) jährlich vergibt. Der zu sechs Jahren Haft verurteilte Ganji ist Autor des Buchs „Verlies der Geister“, in dem er den früheren Präsidenten Akbar Hashemi Rafsanjani und andere führende Konservative in Verbindung mit den Morden an fünf Schriftstellern und Intellektuellen im Jahr 1998 bringt. Ganji wurde im April 2000 verhaftet, nachdem er an einer Konferenz in Berlin über politische und soziale Reformen im Iran teilge­nommen hatte. Im Gefängnis soll er nach Anga­ben des WAN gefoltert worden sein. Zweimal ging der Journalist in lang dauernde Hunger­streiks. Einen Widerruf seiner Kritik am Staat lehnte er mehrfach vehement ab. „Wenn meine Lektion zu lernen bedeutet, dass ich meine bishe­rigen Überzeugungen widerrufen soll, dann wird Ganji niemals seine Lektion lernen“, teilte der Journalist in einem aus dem Gefängnis ge­schmuggelten Kassiber mit. Der WAN würdigt mit der Goldenen Feder der Freiheit Akbar Ganjis Kampf für die Meinungsfreiheit im Iran, der „welt­weit beobachtet“ werde. Sein bemerkenswerter Widerstand gegen Unterdrückung und seine Weigerung, sich – auch bei großen persönlichen Opfern - zum Schweigen bringen zu lassen, sei eine „Inspiration für Journalisten in aller Welt“. Das WAN-Präsidium forderte Akbar Ganjis sofor­tige Freilassung.

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