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20. Januar 1999 | Namen und Nachrichten

Goldene Feder der Freiheit an Faraj Sarkuhi

Der im Exil lebende iranische Journalist und Schriftsteller Faraj Sakuhi, der Repressalien durch das Schah-Regime ebenso erfahren hat wie die Verfolgung durch die Regierung der islamischen Republik, ist vom Weltverband der Zeitungen (WAN) mit der "Goldenen Feder der Freiheit" ausgezeichnet worden. Mit diesem Preis würdigt der WAN-Vorstand Sarkuhis herausragende Verdienste um die Pressefreiheit. Der Journalist habe sich "immer wieder für mehr Pressefreiheit in seinem Land eingesetzt". Gefängnis, Folter und schließlich Vertreibung hätten ihn nicht davon abbringen können. Trotz großer Gefahr für sein eigenes Leben und das seiner Familie habe er das höchste Ziel des Journalismus: die Suche nach der Wahrheit, weiterverfolgt. Sarkuhis Verhalten sei für Verleger und Journalisten in aller Welt vorbildlich.

Faraj Sarkuhi, früher Herausgeber des Kulturmagazins "Adineh" ist, wie der WAN weiter mitteilt, die herausragende Persönlichkeit in der Auseinandersetzung zwischen den iranischen Intellektuellen und der Regierung über die Redefreiheit. Nachdem er bereits während des Schah-Regimes acht Jahre in Haft saß, setzte er sich auch nach der Revolution für mehr Pressefreiheit ein und organisierte 1994 einen vielbeachteten Aufruf zur Aufhebung der Zensur im Iran. Im Winter 1996 blieb Sarkuhi 47 Tage lang unauffindbar. In einem Brief aus dieser Zeit schrieb er, die iranischen Behörden hätten ihn verhört und schwer gefoltert. Ein knappes Jahr später wurde der Schriftsteller "wegen Verunglimpfung des Staates" in nicht öffentlichem Verfahren zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Internationaler Druck führte jedoch schließlich zu seiner Entlassung und zur Ausreise. Sarkuhi lebt heute im deutschen Exil.

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