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17. Januar 2007 | Allgemeines

„Gefährliches Spiel mit dem Feuer“

bvdm warnt Politik und Gewerkschaften vor Gleichmacherei

Angesichts der bevorstehenden Tarifrunden in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen hat der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) am 9. Januar 2007 in Wiesbaden vor einer „undifferenzierten Gleichmacherei“ gewarnt.

„In der Druckindustrie erreichen wir voraussichtlich erst im laufenden Jahr wieder einen Stillstand des anhaltenden Personalabbaus und der Firmenpleiten. Die Ertragslage der Unternehmen bleibt dagegen angespannt, weil sich die Preise für Papier, Farbe und Energie deutlich erhöht haben“, sagte bvdm-Hauptgeschäftsführer Thomas Mayer. Deshalb halte er den Gleichgesang von Politikern und Wirtschaftsexperten über den angeblichen Verteilungsspielraum in der diesjährigen Tarifrunde „für ein gefährliches Spiel mit dem Feuer“.

Auch wenn es der Export- und Investitionsgüterindustrie momentan gut gehe, dürfe diese Stimmung nicht ohne nähere Betrachtung auf die gesamte Industrie übertragen werden, forderte Mayer. Branchen, die wie die Druckindustrie vom Binnenmarkt, der Werbung und dem Konsum abhängen, müssten sich mit einem bescheidenen Wachstum zufrieden geben, das deutlich unter dem Durchschnitt der Industrie liegt. Die Preise für Druckerzeugnisse seien bei steigenden Kosten seit Jahren rückläufig, da bleibe kaum Verteilungsspielraum, betonte der bvdm-Hauptgeschäftsführer. Zwar gebe es nach einer tiefen Rezession auch in der Druck- und Medienindustrie wieder einen leichten Erholungsprozess, doch habe die Branche das Niveau des Jahres 2000 noch lange nicht erreicht. Dazu Mayer: „Würden wir, wie der Wirtschaftsweise Peter Bofinger verlangt, Produktivitätsfortschritt und Inflation durch höhere Löhne ausgleichen, würden wir die Spirale des Personalabbaus erneut in Gang setzten. Das wäre sozialpolitisch unverantwortlich.“

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