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08. August 2017 | Namen und Nachrichten

Gedruckt oder digital: Kinder lesen gern und viel

Ergebnisse der Kinder-Medien-Studie 2017

kindermedienstudie1.jpgKinder in Deutschland lesen gern und viel: So schauen 72 Prozent der Vier- bis 13-Jährigen mehrmals pro Woche in gedruckte Kinderzeitschriften oder Taschenbücher. Das ist ein Ergebnis der neuen Kinder-Medien-Studie 2017. Die am 8. August in Berlin vorgestellte Untersuchung mit dem Titel „Young Digital Natives – wie digital sind sie wirklich?“ dokumentiert nicht nur den Medienkonsum der in Deutschland lebenden 7,17 Millionen Kinder zwischen vier und 13 Jahren, sondern fragt außerdem danach, wie und wie oft sie diese Medien nutzen, wie sie generell ihre Freizeit gestalten, ob es Unterschiede zwischen dem Online- und dem Offline-Verhalten gibt und welche Rolle Eltern und Freunde spielen.

Die Kinder-Medien-Studie wird von sechs Verlagen mit Kinderangeboten (Blue Ocean, Egmont Ehapa, Grunder + Jahr, Panini, Spiegel, Zeit) getragen und soll die von 1993 bis 2015 allein von Egmont Ehapa verantwortete Kids VA ersetzen. Auch wenn die abgefragten Themen ähnlich oder gleich geblieben sind und sich der Blick in frühere Auswertungen der Kids VA durchaus lohnt, werden Abweichungen zum Vorjahr daher erst 2018 ausgewiesen werden können.

Auch im digitalen Zeitalter zählen zu den liebsten Freizeitaktivitäten der Kinder über alle Altersgruppen „mit Freunden zusammen sein“ (87 Prozent), „im Freien spielen“ (82 Prozent) und bei den Sieben- bis 13-Jährigen „ausruhen/nichts tun, chillen“. Die Kleineren ziehen „malen, basteln, handarbeiten“ vor. Bei der Freizeitbeschäftigung mit Medien liegt das Fernsehen (97 Prozent) auf Platz eins, gefolgt von Musikhören (79) und Lesen (72); vor allem die Nutzung von Fernsehen und Lesen ist über alle Altersgruppen sehr ähnlich.  Bei den Angeboten Digitale Spiele spielen (57), Radio hören (55), Chatten/telefonieren (52) und Filme ansehen (39) gibt es – wie zu erwarten – hingegen einen Peak jeweils deutlich bei den älteren Kindern zwischen zehn und 13 Jahren. Zu den Dingen, die fast alle Mädchen im Alter von vier bis 13 besitzen, zählen Plüsch-/Stofftiere (96 Prozent) und Fahrrad (93). Die Jungen nennen an erster Stelle das Fahrrad (93) und auf Platz zwei Spielkästen (87), etwa Lego oder Playmobil. Handhelds, Fernseher, Spielekonsolen kommen mit wachsendem Alter bei beiden Geschlechtern hinzu.

Moderne Technik sei „Teil des Kinderlebens“ geworden, schreiben die Autoren der Studie: Bereits 23 Prozent der Sechsjährigen gäben an, ein Handy oder Smartphone zu benutzen. Bei den Zehnjährigen seien es schon 71 Prozent, 13-Jährige verfügten zu 93 Prozent über Handy/Smartphone, außerdem zu fast zwei Drittel über Computer/Laptop (59 Prozent) und knapp einem Viertel über ein Tablet (23). Unabhängig vom eigenen Handy verschickten die Zehn- bis 13-Jährigen bereits zu 61 Prozent SMS oder WhatsApp-Nachrichten (68), wobei die Nutzung dieser Kommunikationskanäle mit dem Alter steige. Auf Social-Media-Plattformen wie Facebook sei dagegen nur eine Minderheit (29) der Zehn- bis 13-Jährigen vertreten.

Kinder in Deutschland besitzen laut Studie erhebliche Geldmittel, sei es aus Taschengeld oder aus Geldgeschenken zu besonderen Anlässen. Bei den Sechs- bis Neunjährigen liegt die jährlich frei verfügbare Summe zwischen 366 Euro (Mädchen) und 394 Euro (Jungen); bei den Zehn- bis 13- Jährigen zwischen 626 Euro (Mädchen) und 654 Euro (Jungen). Am liebsten ausgegeben wird das Geld über alle Altersgruppen für Süßigkeiten/ Kekse (68 Prozent) und Zeitschriften, Magazine, Comics (50 Prozent). Auf Platz drei folgt bei den Kleineren Eis, bei den 12- und 13-Jährigen Fast Food. Die Charts zu diesen und vielen weiteren Erkenntnissen der Kinder-Medien-Studie 2017 können auf der zugehörigen Website www.kinder-medien-studie.de heruntergeladen werden.

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