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01. März 2007 | Allgemeines

Für Meinungsbildung der Bevölkerung unverzichtbar

Bundeskanzlerin Merkel würdigt Bedeutung der Regionalzeitungen

„Es ist unbestritten: Politiker und Medien hängen in gewisser Weise zusammen“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich des 12. Hamburger Mediendinners am 22. Februar 2007. „Sie sollten sich ihre Distanz bewahren, aber auch nicht so tun, als ob sie in keiner Weise verbunden sind.“

Ausdrücklich würdigte Merkel die Bedeutung der klassischen Medien, etwa der Regionalzei­tungen, die „von der Bundespolitik häufig gar nicht so wahrgenommen werden“. Sie glaube, dass die Meinungsbildung der deutschen Bevöl­kerung heute in ganz wesentlichem Maße über Regionalzeitungen erfolge. Die Zeitung werde auch künftig eine Rolle spielen, prognosti­zierte die Kanzlerin. Die Menschen würden weiter „am Samstagnachmittag auf dem Canapé“ lesen, „was sie unter der Woche verpasst haben“. „Was die Menschen ver­stehen, was sie überblicken, was sie sehen und was sie sich noch vorstellen können, ist für sie mindestens so interessant wie all das, was rund um den Globus geschieht“, so Merkel.

In das Zentrum ihres Vortrags hatte die Kanzle­rin die neuen Medien gestellt. Es sei noch nicht abzusehen, wohin es führe, dass via Internet heute der „ungehinderte Zugang zu allen denkba­ren Informationen“ möglich sei, sagte sie. Diese „Transparenz rund um den Globus“ lasse einen manchmal schwindelig werden. Gleichzeitig sprach sich Merkel dafür aus, darauf zu achten, dass Deutschland in den Bereichen, in denen es Massenanwendungen gebe, führend in den neuen Technologien wird. „Wer heute die Stan­dards setzt, entscheidet ganz erheblich über die Frage, ob neue Medien bei uns interessante Ent­wicklungen und eine schnelle oder langsame Durchsetzungschance haben.“

Die Technologieführerschaft sei entscheidend, meinte Merkel. „Die Frage, wie die Fernsehrichtli­nie aussehen wird, die Frage, wie das duale System beim Fernsehen in Deutschland ausges­taltet wird, die Frage, wie Online-Medien mit den klassischen Printausgaben harmonieren, die Frage, wie unser Kartellrecht aussieht.“ Merkel ermunterte die Medienbranche, darüber mitein­ander einen „sehr intensiven Dialog“ zu führen und möglichst gemeinsame Positionsbestimmun­gen zu erarbeiten, die nicht von den „kurzfristigen Vorteilen des eigenen Unternehmens bestimmt“ seien.

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