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30. Juli 1997 | Digitales

Freiwillige Selbstkontrolle FSM gegründet

BDZV begrüßt branchenübergreifenden Konsens

Als ein Zusammenschluß von Verbänden und Unternehmen der Multimediabranche wurde am 9. Juli in Bonn die "Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V." (FSM) gegründet.

Ziel der Institution ist es, die Achtung der schutzwürdigen Interessen der Nutzer und der Allgemeinheit insbesondere gegenüber Rassendiskriminierung sowie Gewaltverherrlichung zu leisten und den Jugendschutz zu stärken. Davon unberührt bleibt die Zuständigkeit des Deutschen Presserates für die zeitungs- und zeitschriftenidentischen Inhalte in den Online-Angeboten.

Die Gründung der FSM sei ein Beleg dafür, wie ernst die Online-Anbieter auch außerhalb der Zeitungs- und Zeitschriftenbranche das Thema Selbstkontrolle nähmen, erklärte der BDZV, der zu den Gründungsmitgliedern der FSM zählt. Die Arbeit des Vereins basiert auf einer Beschwerdeordnung, nach der sich jeder Bürger ab dem 1. August 1997 an die FSM wenden kann, um sich über im Internet oder sonstigen Netzen beziehungsweise über Online-Dienste zugängliche Inhalte zu beschweren. Im Fall eines festgestellten Verstoßes wird der Anbieter aufgefordert, den inkriminierten Inhalt zu beseitigen; neben dem Sanktionierungsinstrument "Mißbilligung" können auch - ähnlich wie beim Deutschen Presserat - Rügen ausgesprochen werden, die von FSM-Mitgliedern einen Monat lang im Angebot präsentiert werden müssen.

Zum Vorsitzenden der FSM wurde Detlef Müller-Using (Deutsche Telekom AG) gewählt. Weiter Mitglieder des Vorstands sind: Stephan Bourauel (BDZV), Michael Rath-Glawatz (VPRT), Arthur Waldenberger (VDZ), Alexander Felsenberg (dmmv) und Peter Schneider (Microsoft). FSM-Vorsitzender Müller-Using erklärte nach der Gründungsversammlung: "Mit der FSM haben die Multimedia-Diensteanbieter ein Selbstkontrollorgan geschaffen, wie es sich im Bereich der Presse mit dem Deutschen Presserat und des Fernsehen mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) bewährt habe. Damit habe die Multimedia-Branche bereits vor Inkrafttreten des Informations- und Kommunikationsdienste-Gesetzes und des Mediendienste-Staatsvertrages der Länder einen Verhaltensrahmen gegeben, der ohne staatliche Eingriffe und Regularien sowohl berechtigten gesellschaftlichen als auch unternehmerischen Interessen Rechnung trägt." Zu den Gründungsmitgliedern des FSM zählen neben dem BDZV der BundesVerband Informationsanbieter Online (BVIO), das Deutsche Network Information Center e.G. (DeNIC), der Deutsche Multimedia Verband (dmmv), die Deutsche Telekom AG, das Electronic Commerce Forum (eco), die Gruner + Jahr Fernsehproduktions-GmbH, Microsoft, die Online Pro Dienste GmbH & Co. KG, die Pro Sieben Media AG, die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und der Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT).

Nähere Informationen zur FSM: BDZV-Geschäftsstelle, Abteilung Medienpolitik, Stephan Bourauel, Telefon: 0228/81004-16, Telefax: 0228/81004-15.

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