Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

28. März 2006 | Ausland

Freigelassener Autor Ganji dankt Unterstützern

Akbar Ganji, Herausgeber der 1997 verbotenen Wochenzeitung “Rah-e-No“ und Autor mehrerer reformorientierter Tageszeitungen, ist am 17. März 2006 aus dem Teheraner Evin-Gefängnis entlassen worden. Dort war er seit dem 22. April 2000 unter anderem wegen angeblicher Angriffe auf die Staatssicherheit und Propaganda gegen die Islamische Republik inhaftiert. Die Menschen­rechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (RoG) begrüßte Ganjis Freilassung, wies jedoch zugleich darauf hin, dass es um die Medienfrei­heit im Iran weiterhin schlecht bestellt sei. Vier Journalisten und zwei Webblogger säßen dort nach wie vor hinter Gittern. Der Journalist war ursprünglich sogar zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Während der Haft erkrankte er schwer und versuchte durch zwei Hungerstreiks, seine Freilassung oder medizinische Behandlung zu erreichen. Gegenüber RoG dankte Akbar Ganji „all jenen, die mich in den letzten sechs Jahren unterstützt haben“.

Akbar Ganji ist Träger der Goldenen Feder der Freiheit 2006; mit dieser Auszeichnung würdigt der Weltverband der Zeitungen (WAN) Men­schen, die sich um die Pressefreiheit verdient gemacht haben. Die internationale Presseorgani­sation machte ihre Befürchtungen deutlich, dass die iranischen Machthaber Akbar Ganji auch weiterhin verfolgen und ihn zurück ins Gefängnis bringen könnten. „Wir sind sehr erfreut über seine Freilassung“, sagte WAN-Geschäftsführer Timo­thy Balding am 19. März 2006 in Paris. Doch handelt es sich bei Herrn Ganji um einen ausge­sprochenen Kritiker des iranischen Regimes und wir befürchten, dass er jederzeit verfolgt und ein­gesperrt werden könnte.“

zurück