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14. November 2007 | Namen und Nachrichten

Frank Schirrmacher ausgezeichnet

Einige – optimistische – Thesen zur Zukunft der Zeitung, des Journalismus und zum Einfluss der digitalen Entwicklung auf beides hat der Heraus­geber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, Frank Schirrmacher, anlässlich der Verleihung des Jacob-Grimm-Preises Deutsche Sprache 2007 verkündet: „Jeder, der Augen hat zu sehen, wird erkennen, dass das nächste Jahrzehnt das Jahr­zehnt des Qualitätsjournalismus sein wird; er schafft die Bindungskräfte einer medial despera­ten Gesellschaft. Schon heute merken wir – und ich glaube, ich spreche damit auch für Kollegen aus anderen Häusern –, dass die Durchschlags­kraft, die der einzelne Artikel entfaltet, trotz Me­dienkonkurrenz ungleich größer ist als noch in den 80er und 90er Jahren. Das hat damit zu tun, dass in einem kommunikativen Chaos die ver­lässlichen Stimmen besser durchdringen.“ Gleichzeitig warnte der Preisträger, dass es in Deutschland, anders als in allen anderen Staaten Europas, eine Asymmetrie gebe, „die allen Zei­tungen zu denken gibt. Je stärker der öffentlich-rechtliche Rundfunk ins Internet ausgreift, desto bedrohter werden die Zeitungen. Die öffentlichen-rechtlichen Systeme haben begonnen, im Internet zu veröffentlichen; und das mit einem Etat im Rücken, der dem Staatshaushalt eines baltischen Landes entspricht.“ Wenn diese gebührenfinan­zierten Angebote weiter ausgebaut würden, kriti­sierte Schirrmacher, seien die Zeitungen, die sich durch den Markt finanzierten, wirklich bedroht“. Die mit 30.000 Euro dotierte Würdigung wurde am 28. Oktober 2007 in Kassel an Frank Schirr­macher übergeben. Der Vorsitzende des Deut­schen Ge­rmanistenverbands, Thomas Anz, sagte in seiner Laudatio, es gebe keine zweite journalistische Karriere, die so glänzend verlief. „Alles, was Schirrmacher sprachlich anfasst, ver­wandelt er in ein historisches Ereignis oder in einen literari­schen Erfolg.“ Schirrmacher und „sein“ Feuilleton seien schwer zu fassen. Beide zeichne der per­manente Zweifel an starren Grenzziehungen aus.

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