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17. April 1997 | Ausland

FIEJ protestiert zugunsten chinesischer Journalisten

China hat die Forderung des Weltverbands der Zeitungen (FIEJ) nach Freilassung von 26 inhaftierten chinesischen Journalisten abgelehnt. Eine Delegation des Verbandes hatte Anfang April Außenminister Quian Quichen in Peking eine Liste der Journalisten mit der Bitte um Haftentlassung vorgelegt. Der Sprecher des Außenministeriums, Shen Guofeng, sagte dazu am 3. April 1997, in China würden keine Journalisten nur wegen Kritik an der Regierung verurteilt, sondern weil sie gegen andere Gesetze verstoßen hätten. Die FIEJ hatte insbesondere für die vorzeitige Haftentlassung der Journalistin Gao Yu appelliert, die wegen angeblichen Verrats von Staatsgeheimnissen zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Auf der FIEJ-Liste standen ferner auch die inhaftierten und zu langjährigen Strafen verurteilten Dissidenten Wang Dan und Wei Jingsheng. Wie FIEJ-Geschäftsführer Timothy Balding mitteilte, habe sich die chinesische Seite gegenüber dem Anliegen der Verleger "entweder indifferent oder geradezu aggressiv" gezeigt. Die Gespräche hätten sämtlich den Eindruck hinterlassen, daß das Gerede über Fortschritte bei den Menschenrechten in China pure Rhetorik sei. Nicht einer der zahlreichen Gesprächspartner aus dem Staats- und Parteiapparat scheine auch nur einen Finger rühren zu wollen, um Journalisten und Autoren zu verteidigen. Diese müßten extrem schwere, zum Teil lebenslange Haftstrafen dafür abbüßen, daß sie Berichte über Aktivitäten veröffentlicht hätten, für die sie von jeder demokratischen Nation belobigt würden.

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