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29. September 2000 | Digitales

"F.A.Z."-Herausgeber: Internet bedroht Unabhängigkeit

Das Internet kann nach Ansicht des Herausgebers der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (F.A.Z.), Hugo Müller-Vogg, durch eine neue Art der Einflussnahme redaktionelle Inhalte bedrohen: Er sehe eine "große Gefahr", wenn Zeitungen versuchten, ihr Angebot über E-Commerce (elektronischen Handel) zu finanzieren, sagte Müller-Vogg anlässlich der Tagung "Bad Homburger Horizonte" am 18. September 2000 in Bad Homburg. Wenn beispielsweise Buchbesprechungen in der elektronischen Ausgabe mit "Links" zu Verlagen verknüpft würden, über die man die Bücher gleich bestellen könne, drohten diese möglicherweise positiver besprochen zu werden als sonst. Müller-Vogg sprach von "dramatischen Veränderungen" in der Medienwelt durch das Internet. Die traditionellen gedruckten Zeitungen kämen um ein ergänzendes Internet-Angebot nicht herum. Da jedermann beliebige Informationen ins Netz stellen könne, drohe jedoch außerdem "Wildwuchs", weil auch unseriöse Quellen in die Berichterstattung einfließen könnten. Die Seriosität von Informationen und Quellen werde daher immer bedeutsamer.

Im Internet: http://www.FAZ.de

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