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25. September 2008 | Allgemeines

"Fachveranstaltung nur die Hälfte wert"

ZAW kritisiert Alkohol-Politik der Bundesregierung

Die deutsche Werbewirtschaft und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), haben akzentuiert unterschiedliche Auffassungen über die Rolle der Werbung im Zusammenhang mit Alkoholkonsum. "Repressive Aktivitäten gegen die Marktkommunikation der Anbieter steuern die Alkoholpolitik in eine Sackgasse wirkungsloser Aktivitäten", sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), Manfred Parteina, anlässlich der am 25. September 2008 von Bätzing in Berlin veranstalteten Tagung zur Werbewirkung und Werbeselbstdisziplin in Zusammenhang mit alkoholhaltigen Getränken.

Wirtschaft und Medien begrüßten ausdrücklich die Fachveranstaltung über den von einigen Gesundheitspolitikern unterstellten Zusammenhang von Werbung und Alkoholkonsum, sagte Parteina. Eine solche Analyse sei aber nur mit echter wissenschaftlicher Auseinandersetzung sinnvoll, um zu brauchbaren politischen Schlussfolgerungen zu gelangen. Tatsächlich seien jedoch zu der Veranstaltung nur solche Wissenschaftler aus den USA und Europa eingeladen worden, die den negativen Einfluss von Werbung auf das Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen behaupten. Dagegen wurden internationale und deutsche Experten ausgeklammert, die zu gegenteiligen Erkenntnissen über den Einfluss von Werbung mit Blick auf den Konsum und Missbrauch von Alkohol insbesondere von Jugendlichen gelangt seien. Es dränge sich der Eindruck auf, dass keine gründliche und faktenorientierte Diskussion gewünscht werde. "Diese Vorgehensweise macht die Veranstaltung nur zur Hälfte wert", sagte Parteina.

Zustimmung erhält die SPD-Politikerin von der im ZAW zusammengeschlossenen Werbewirtschaft hingegen für den auf der Veranstaltung geführten Informationsaustausch über Erfahrungen in europäischen Staaten mit unterschiedlichen Formen der Werbeselbstkontrolle. Es grenze jedoch an Ignoranz, wenn Politiker die abweichenden rechtlichen und kulturellen Rahmenbedingungen nicht zur Kenntnis nähmen, die zu verschiedenen Werbeselbstkontrollsystemen in den EU-Staaten geführt haben, betonte ZAW-Hauptgeschäftsführer Parteina. "Gerade sie liefern national effektive Arbeit."

So sei in Deutschland die Leistungsfähigkeit des Werberats, getragen von den 42 ZAW-Verbänden, speziell in Zusammenhang mit dem Markenwettbewerb der Anbieter alkoholhaltiger Getränke von Bundestag und Bundesrat sowie von weiteren politischen Instanzen immer wieder unterstrichen und damit anerkannt worden. Auf der Fachveranstaltung habe der Präsident der Europäischen Dachorganisation der Werbeselbstkontrolle (EASA) diese Effizienz aktuell mit der Feststellung bestätigt: "Aus Sicht der EASA arbeitet der Deutsche Werberat ebenso wirkungsvoll wie andere Instanzen der Selbstdisziplin in Europa."

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