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23. September 1999 | Digitales

Exakte Online-Währung in Deutschland

IVW-Verfahren wird weiter optimiert

Das Messverfahren zur Dokumentation der Online-Werbeträgerleistung, das von der IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern) betrieben wird, soll durch die jüngsten Weichenstellungen zusätzlich an Aussagekraft gewinnen.

 

Mit der Einführung eines einheitlichen Messverfahrens zur Ermittlung von PageImpressions (Seitenabrufe) und Visits (Besuche anonymer Nutzer) hat die IVW international bereits einen der genauesten Messstandards etabliert. Ein jüngst im Rahmen der Sitzung des IVW-Organisationsausschusses Online-Medien präsentiertes Testergebnis bescheinigt dem Messverfahren eine Genauigkeit von über 99 Prozent. In jüngster Zeit wurde jedoch die Ausweisung der IVW-Ergebnisse verstärkt diskutiert: Da sich in der Werbe- und Medienfachpresse die Gewohnheit herausgebildet hat, monatlich Rankings der abrufstärksten Online-Angebote zu veröffentlichen, scheinen einige Werbeträger bestrebt zu sein, um jeden Preis eine Höchstsumme an PageImpressions am Ende des Monats zu veröffentlichen. Dies führte dazu, dass mehrere Anbieter Fremdinhalte unter dem eigenen Vermarktungsdach zusammengefasst hatten, um durch die Summierung aller unter einem Namen firmierenden Angebote eine repräsentative Summe vorweisen zu können. Die redaktionellen Werbeträger griffen hierbei meist auf nichtredaktionelle Inhalte wie Suchmaschinen und Auktions-Plattformen zurück. Um hier künftig für mehr Transparenz zu sorgen, fasste der Organisationsausschuss Online-Medien der IVW den Beschluss, künftig eigenständige Kooperationsangebote, die das Gesamtangebot in erheblichem Maß beeinflussen, getrennt auszuweisen. Damit darüber hinaus eine größere Transparenz über die inhaltlichen Schwerpunkte der Werbeträger besteht, wird diskutiert, die Medien dazu zu verpflichten, die größten fünf Anzeigenbelegungseinheiten ausweisen und überprüfen zu lassen. Damit trägt die IVW der besonderen Bedeutung der Belegungseinheiten im Online-Markt Rechnung.

 

Da mehr und mehr Verlage dazu übergehen, dynamische Werbeformen wie beispielsweise rotierende Banner nicht nach PageImpressions, sondern nach AdImpressions abzurechnen, stellt sich für die IVW die Frage, ob künftig auch die Abrechnungsgröße "AdImpressions", die die Anzahl von Sichtkontakten von Internetnutzern mit einem Werbemittel ausweisen, geprüft werden sollten. Der Organisationsausschuss hat hierzu die Beratungen aufgenommen und wird in den nächsten Sitzungen klären, unter welchen Voraussetzungen die Angaben der Werbeträger über die erzielten Werbemittelkontakte durch die IVW geprüft werden können.

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