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22. Mai 2009 | Allgemeines

Europäische Zeitungsverlegern verlangen Respekt vor Qualitätsinhalten und fairen Wettbewerb

ENPA kritisiert Anzeigen auf Google News

Der Europäische Zeitungsverleger Verband (ENPA) ist besorgt über zunehmende Aktivitäten sogenannter Nachrichten-Aggregatoren, die Zeitungsinhalte für ihren Online-Content heranziehen. In einem Statement kritisierte ENPA insbesondere die Einführung von Anzeigen auf Google News (Statement on Google News and other news aggregators).

ENPA habe immer das Prinzip betont, wonach jeder Verleger frei entscheiden solle, welche Inhalte er Google News oder anderen Websites zur Verfügung stelle und zu welchem Preis (oder Gegengeschäft) dies geschehen solle, heißt es in dem Statement. Die Basis für Diskussionen und Partnerschaften zwischen Nachrichten-Aggregatoren und Zeitungsverlegern sei die ausdrückliche Zustimmung der Rechteinhaber (Opt-in) vor der Nutzung der Inhalte durch Dritte. In diesem Zusammenhang wies ENPA auf die Software-Lösung ACAP hin, die von Verlegern entwickelt wurde und die jedem Inhalte-Anbieter die Klarstellung ermögliche, was mit seinen Inhalten geschehen dürfe und was nicht.

Das Business-Modell von Google und anderen Nachrichten-Aggregatoren beruhe, betonte ENPA, auf Inhalten, die von anderen produziert würden, meistens von Zeitungen. Ohne die Inhalte der Zeitungsbranche wären Angebote wie Google News irrelevant oder würden womöglich gar nicht existieren. Vor diesem Hintergrund schaffe die Ankündigung, künftig Werbung auf Google News zu schalten, mehr Schwierigkeiten als Lösungen. Dies werde nicht nur die Anzeigenumsätze der Zeitungen in der Onlinewelt betreffen, sondern auch Steine in den Weg möglicher Partnerschaften mit Google legen, die auf Vertrauen und den Respekt vor Regeln gründeten. Google sende damit auch ein sehr negatives Signal, dass das Unternehmen nicht gewillt sei, offen und fair mit den Zeitungsverlegern zu verhandeln.

Die durch ENPA repräsentierten Europäischen Zeitungsverleger fordern daher Respekt für ihre Inhalte, die durch das Urheberrecht geschützt würden, sowie einen fairen Wettbewerb mit Blick auf redaktionelle Inhalte und Werbung. Zugleich ruft ENPA die Zeitungsverleger auf, wo immer nötig und möglich mit allen rechtlichen Mitteln sicher zu stellen, dass Google der Schaden vor Augen geführt wird, den es bei Lesern, Journalisten und anderen Mitarbeitern anrichtet sowie die Folgen dieses Schadens für die Industrie, die Beschäftigten und die Demokratie.

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