Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

24. Mai 2006 | Allgemeines

EU-Parlament verabschiedet Health-Claims-Verordnung

ZAW: Wirtschaftsfeindliches Regelwerk

Der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) hält es für „sehr wahrscheinlich“, dass die vom Europäischen Parlament in zweiter Lesung am 16. Mai 2006 verabschiedete Health-Claims-Verordnung (Verordnung für nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel) ohne Vermittlungsverfahren in der verabschiedeten Fassung in Kraft treten wird.

Der ZAW hatte die Verordnung seit Beginn des Gesetzgebungsverfahrens aus „gesetzestechni­schen, ordnungs- und verbraucherschutzpoliti­schen Gründen abgelehnt“. Zwar seien Forde­rungen des ZAW punktuell berücksichtigt worden, doch bleibe es bei der wirtschaftsfeindlichen Grundausrichtung des Regelwerks durch die Einführung eines Systems zur präventiven Über­wachung der Lebensmittelwerbung. Aus Sicht der deutschen Werbewirtschaft sei es nicht hinnehm­bar, die Vorteile eines Lebensmittels nur noch bei staatlich befürworteten Produkten vermitteln zu dürfen und dadurch den werbegeübten Konsu­menten in weiten Bereichen zu entmündigen.

Wie der ZAW berichtet, geht es bei der zentra­len Bestimmung der Verordnung um Nähr­wert­profile. Das bedeutet, dass die Zulässigkeit von nährwert- und gesundheitsbezogenen Anga­ben in der Werbung künftig davon abhängt, ob das betreffende Lebensmittel einem bestimmten Nährwertprofil entspricht. Wesentliche und erst noch zu definierende Komponenten dieser Nähr­wertprofile sollen der Gehalt an Zucker, Fett und Salz sein. Aus Sicht des ZAW wird dies faktisch zu einer Einteilung des Lebensmittelangebots in „gute“ und „schlechte“ Lebensmittel führen. Fer­ner sollen gesundheitsbezogene Angaben wie „Kalzium ist gut für die Knochen“ künftig nur noch verwendet werden dürfen, wenn das betreffende Lebensmittel das Nährwertprofil nicht übersteigt, die konkrete Angabe wissenschaftlich belegt ist, nach einem eigens festgelegten Verfahren ge­nehmigt und in eine Gemeinschaftsliste zugelas­sener Angaben aufgenommen worden ist. Dar­über hinaus sind allgemeine, nicht spezifische gesundheitsbezogene Aussagen zu einem Nähr­stoff oder Lebensmittel wie „bekömmlich“, „wohl­tuend“ oder „hält fit“ nur dann zulässig, wenn ih­nen eine nach der Verordnung zugelassene, spe­zielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt ist.

zurück