Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

08. Juni 2012 | Allgemeines

EU-Kommission: reduzierter Mehrwertsteuersatz auch für digitale Zeitungen

Kommissarin Androulla Vassiliou verlangt besseren Urheberrechtsschutz

„Die europäischen Zeitungen spielen für die Gestaltung demokratischer und toleranter Gesellschaften heutzutage eine genauso große Rolle wie zu Zeiten Napoleon Bonapartes, der erklärte, dass vier feindselige Zeitungen mehr zu fürchten seien als tausend Bajonette", erklärte EU-Kultur-Kommissarin Androulla Vassiliou bei der Generalversammlung des Europäischen Zeitungsverlegerverbands (ENPA) am 25. Mai 2012 in Nikosia (Zypern).

Die Kommissarin betonte weiter: „Demokratie braucht gut informierte Bürgerinnen und Bürger, die in der Lage sind, Ereignisse zu analysieren, sich ihre eigene Meinung zu bilden und sich aktiv an einer offenen Debatte zu beteiligen.“ Vassiliou sicherte den europäischen Verlegern in den Bereichen Medienkompetenz, Mehrwertsteuerregelung für online verfügbare Kulturgüter sowie Urheberrecht Unterstützung zu. Nach ihrer Überzeugung sollte Medienkompetenz in Schulen sowie außerhalb des formalen Bildungssystems vermittelt werden, da sie alle Altersgruppen betreffe. „Medienkompetenz im digitalen Zeitalter bedeutet die Befähigung zur Teilhabe und Gleichberechtigung aller Bürgerinnen und Bürger – wie vor hundert Jahren die Fähigkeit, lesen und schreiben zu können."

"Nachrichtenaggregatoren müssen Urheberrecht respektieren"

Weiterhin sprach sich Vassiliou für gleiche Wettbewerbsbedingungen hinsichtlich der Mehrwertsteuer auf online verfügbare Kulturgüter aus. „Ich bin der Ansicht, dass für gedruckte Zeitungen auch weiterhin ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz beziehungsweise eine Mehrwertsteuerbefreiung gelten muss und dass auch digitale Presseformate in den Genuss vergleichbarer Regelungen kommen sollten.“

Zudem unterstrich sie, dass die Digitalisierung den Bedarf an einem besseren Urheberrechtschutz vergrößert habe. „Viel zu oft werden Nachrichteninhalte, die von Zeitungsverlegern generiert und finanziert werden, einfach von Dritten genutzt. Meiner festen Überzeugung nach müssen auch Nachrichtenaggregatoren und Technologieplattformen das Urheberrecht von Zeitungen respektieren.“

Rusdal: Niedrigere Mehrwertsteuer stärkt Wettbewerbsfähigkeit

ENPA-Präsident Ivar Rusdal begrüßte Vassilious Äußerungen: „Es ist ermutigend zu hören, dass eine hochrangige europäische Politikerin ihr starkes persönliches Engagement für die Angleichung der Mehrwertsteuer von digitalen Zeitungsausgaben an die bestehenden reduzierten Steuersätze und Nullsätze für gedruckte Zeitungen bekundet. Eine solche Änderung würde die Wettbewerbsfähigkeit eines Sektors stärken, der wesentlich für Beschäftigung und Wachstum in der europäischen Medienbranche ist."

zurück