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08. Februar 2005 | Allgemeines

EU-Kommissar macht Werbung zum Sündenbock

Kyprianou fordert Werbestopp für „Fast food“

Der neue EU-Verbraucherkommissar Markos Kyprianou hat gesetzliche Maßnahmen im Kampf gegen die zunehmende Fettleibigkeit von Kindern in Europa angekündigt. Auch Werbeverbote für „Fast food“ seien nicht ausgeschlossen, sagte Kyprianou im Gespräch mit mehreren deutschsprachigen Zeitungen im Januar 2005 in Brüssel.

Der BDZV und andere Verbände kritisierten Kyprianous Pläne. Einmal mehr werde hier die Werbung zum Sündenbock für gesellschaftliche Fehlentwicklungen gemacht. Denn hier lägen die tieferen Gründe für falsche Ernährung und mangelnde Bewegung, nicht aber in der Werbung. Gleichzeitig wies der BDZV darauf hin, dass die Werbefreiheit Teil der Meinungsfreiheit sei. Wer sie in Frage stelle, beschädige ein in Deutschland durch das Grundgesetz verbrieftes Grundrecht. Obendrein sei die Werbung wichtiges wirtschaftliches Standbein der Medien. Einschränkungen hätten nicht nur gravierende Folgen für die Pressevielfalt, auch Arbeitsplätze würden bedroht.

 

Kyprianou hatte angekündigt, er würde es bevorzugen, wenn sich die Hersteller von alkoholischen Getränken und Lebensmitteln innerhalb der kommenden Monate selbst verpflichteten, eine speziell an Kinder und Jugendliche gerichtete Werbung nicht mehr zu schalten. Diese Selbstverpflichtung der Industrie müsse bindende Wirkung haben. Von Seiten der Produzenten gebe es dafür bereits „vielversprechende Signale.

 

Kyprianous Ziele greifen offensichtlich noch weiter: Auch ein Rauchverbot in der Europäischen Union schließt der Verbraucherkommissar nicht aus. Ein derartiges von der EU verhängtes Verbot sei zwar rechtlich nicht einfach umzusetzen. Wenn sich aber herausstelle, dass jungen Menschen und Nichtraucher auf anderem Weg nicht ausreichend geschützt werden könnten, müsse dies zumindest eine Option sein. Zunächst werde die EU-Kommission jedoch versuchen, die Menschen beispielsweise durch abschreckende Lungenkrebsfotos vom Rauchen abzubringen, sagte Kyprianou.

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