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08. Februar 2006 | Namen und Nachrichten

EU: Gute Presse selbst gemacht

Ihre politische Arbeit stößt auf Ablehnung? Ihre mühselig ausgehandelten Papiere werden ignoriert? Und was die Ministerin sagte, hat wieder mal niemanden interessiert? Dann wäre es doch das beste, Sie sorgen künftig selbst für die „richtigen“ Nachrichten und legen sich gleich eine eigene Nachrichtenagentur zu. Dann klappt es auch mit der Berichterstattung in Presse, Funk und Fernsehen .... Die für Kommunikation zuständige Kommissarin Margot Wallström hat jüngst prüfen lassen, ob sich die EU nicht eine eigene Nachrichtenagentur leisten könne – bezahlt aus den Steuermitteln der Bürger. Klasse Idee! Die EU macht sich in Zukunft ihre Nachrichten selber. Dann muss eine vernünftige Kommunikation, geschweige denn ein Werben für Themen von den zuständigen Kommissaren gar nicht erst stattfinden. Die in Brüssel akkreditieren Journalisten bleiben außen vor und können noch mehr als bisher zusehen, wie und wo sie ihre Fakten recherchieren. Naturgemäß schrillten angesichts eines solchen Vorhabens in Brüssel sofort die Alarmglocken: Der Journalistenverband API, der mehr als 400 in Brüssel akkreditierte Korrespondenten vertritt, legte schriftlichen Protest ein. Es drohe eine Verwischung der klar getrennten Aufgaben und ein unfairer Wettbewerb auf Kosten der existierenden Medien, warnte API-Präsident Michael Stabenow. Da wird Kommunikations-Kommissarin Wallström in den nächsten Tagen noch viel kommunizieren müssen, um die Wogen zu glätten. A. Py.

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