Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

25. März 2011 | Allgemeines

Es geht um Schutz des Eigentums

Verleger kritisieren BDI-Stellungnahme zum Leistungsschutzrecht

„Der Leistungsschutz ist ein berechtigtes, zukunftsrelevantes und faires Anliegen der Zeitschriften- und Zeitungsverleger“, das haben der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und der BDZV am 16. März 2011 bekräftigt.

banner leistungsschutzrechtAnlass waren Äußerungen des BDI, der die be­rechtigten Forderungen von Verlagsunternehmen nach einem Investitionsschutz diskreditiere, statt sich für unternehmerische Ansprüche einzuset­zen. In einem Beitrag für „Die Zeit“ (Hamburg) forderte VDZ-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Fürstner den BDI auf, seine ordnungspolitische Haltung zu überdenken. BDZV-Hauptgeschäfts­führer Dietmar Wolff hatte vor kurzem in einem Artikel für den Berliner „Tagesspiegel“ ebenfalls darauf hingewiesen, dass es beim umfassenden Schutz des geistigen Eigentums für die Presse­verlage einen konkreten Nachholbedarf gebe. Beim Leistungsschutzrecht geht es um:

Einen besseren Schutz gegen die massenhafte digitale gewerbliche Nutzung der Inhalte von Zeitungen und Zeitschriften. Verlagsinhalte gehö­ren zu den im Netz gefragten Top-Produkten. Immer mehr gewerbliche Anbieter nutzen syste­matisch die Inhalte, um Gewinn zu erzielen, ohne dass die Verlage daran beteiligt werden.

Zur Erstellung dieser Inhalte benötigen Zeitun­gen und Zeitschriften verlegerische Investitionen über die redaktionellen Leistungen hinaus. Damit Inhalte produziert und vertrieben werden können, investieren sie in Organisation, Vermarktung, Personal und Vertrieb. Diesen Aufwand honorie­ren Anzeigenkunden und Käufern der Print-Titel, viele digitale gewerbliche Nutzer aber nicht.

Es geht also um den Schutz des Eigentums der Verlage, denen es darauf ankommt, dass ihr In­vestitionseinsatz respektiert wird, weil es an­sonsten immer schwieriger wird, Qualitätspresse zu finanzieren.

Dabei reicht ein rein urheberrechtlicher Schutz nicht aus. Dieser umfasst nicht den gesamten verlegerischen Aufwand und Einsatz, und er hilft auch nicht bei der Sicherung von Recht gegen Missbrauch.

Ein Leistungsschutzrecht beschränkt - anders als behauptet - weder das Zitatrecht, noch Links, noch private Kopien.

Mehr Paid Content-Modelle sind keine Alterna­tive, weil auch diese massenhaft ohne Gewinn­beteiligung der Verlage zu gewerblichen Zwecken vervielfältigt werden können.

Es geht um ein Recht, das für die Film-, Fern­seh- und Musikbranche längst selbstverständlich ist. VDZ und BDZV betonten, dass mehr Sach­lichkeit und weniger Hybris der Debatte guttäten.

Mehr Informationen zum Thema Leistungs­schutzrecht finden sich auch unter www.pro-leistungsschutzrecht.de.

zurück