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07. April 2005 | Kinder-Jugend-Zeitung

Erste Kinder-Tageszeitung in Deutschland

"Meine Zeitung" heißt sie, die neue Tageszeitung für Kinder. Vorerst auf Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Lübeck und Osnabrück beschränkt, erscheint seit dem 19. März 2005 das Blatt für die Jüngsten mit einer Startauflage von 30.000 Exemplaren. Interessant: Nicht die traditionellen großen Zeitungshäuser wagen das Experiment, sondern der türkische Verleger Turgay Yagan, der bereits in der Türkei eine Kinderzeitung gründete.

Bislang wird die Hälfte der Auflage kostenlos verteilt, die andere Hälfte zum Preis von 40 Cent vertrieben. 100.000 Exemplare sollen es werden, wenn "Meine Zeitung" ab Mai bundesweit startet.

Mit "Meine Zeitung" geht der Versuch, im Printbereich die ganz jungen Zielgruppen anzusprechen, in eine neue Runde. Zwischen acht und zwölf Jahren sollen die Leser sein. Neben kindgerechten Artikeln, produziert von dem Düsseldorfer Verlagsbüro Fame Company, das auch für das Layout verantwortlich ist, gibt es auch Comics, das Fernsehprogramm oder Rätsel im Blatt.

Eine Umfrage von BDZV und ZMG ergab im letzten Jahr, dass die Zeitungshäuser Jugendliche als Zielgruppe bislang wichtiger nehmen als Kinder. Gedanken um die Jüngsten machen sich Zeitungsverlage natürlich dennoch. Beispielsweise mit Kinderseiten, die teilweise seit Jahrzehnten fester Bestandteil im Blatt sind, und vermehrt mit Projekten, die Zeitungen auch in Kindergärten und Grundschulen erfahrbar machen.

Nachrichten für Kinder sind nicht neu. Bekanntestes Beispiel: die ZDF-Produktion "Logo!". Auch Zeitungen für Kinder gibt es schon. Unter anderem erscheint in Frankreich bereits seit Mitte der 90er "Mon Quotidien", eine Tageszeitung für 10- bis 14-Jährige. Das Produkt der Play Bac Presse ist ein Baustein im Angebot des Konzerns, der auf den Folgeeffekt setzt: angefangen von "Quoti" für 5- bis 7-jährige Kinder, über "Le Petit Quotidien", der sich an die 7- bis 10-Jährigen wendet, hin zu "Mon Quotidien" und "L'Actu", einer Tageszeitung für Jugendliche ab 14 Jahren. Mit wachsendem Alter der jungen Leser soll ein Produkt das andere ablösen. Jedes ist nur im Abonnement zu erhalten - Gewöhnungseffekt heißt das Schlüsselwort.

Wie schwierig es ist, Kinderzeitungen zu etablieren, zeigte sich in der Schweiz, wo die Wochenzeitung "Cracks for Kids" nach kurzem Testlauf im März 2004 wieder eingestellt wurde.

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