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13. Mai 2004 | Ausland

Erneut Journalisten im Irak getötet

Im Irak sind am 7. Mai 2004 südlich von Bagdad zwei Journalisten getötet worden. Waldemar Milewicz, polnischer Kriegsreporter und Munir Bamran, Algerier mit polnischem Pass, arbeiteten für den polnischen Fernsehsender TVP. Ein dritter Journalist, der polnische Kameramann Jerzey Ernst, wurde verletzt. Damit sind nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (RoG) 25 Journalisten und Medienmitarbeiter seit Beginn des Krieges im März 2003 im Irak getötet worden. Das Land ist mittlerweile der weltweit gefährlichste Ort für Journalisten. Allein in diesem Jahr sind bereits zwölf Journalisten und Medienmitarbeiter im Irak umgekommen. Reporter ohne Grenzen fordert alle Kriegsparteien dazu auf, den Status von Journalisten als Zivilpersonen zu respektieren. Dieser Status ist in Artikel 79 im ersten Zusatzprotokoll der Genfer Konventionen für Menschenrechte verankert. Einheimische und ausländische Journalisten seien im Irak „zahlreichen Risiken ausgesetzt“, stellt RoG fest. Seit Kriegsbeginn seien sie häufig Opfer von Raubüberfällen und Angriffen durch bewaffnete Gruppen geworden, die irakische Journalisten von US-finanzierten Medien im Visier hätten. Allein sechs Journalisten seien durch Schüsse US-amerikanischer Soldaten umgekommen. Das Pentagon habe es jedoch bislang versäumt, diese Fälle konsequent und unparteiisch zu untersuchen, kritisiert RoG. Zudem seien mindestens sechs Journalisten – drei Tschechen, zwei Japaner und ein Franzose – als Geiseln genommen worden. Diese gefährlichen Arbeitsbedingungen schränkten eine Berichterstattung aus dem Irak stark ein.

 

Internet: www.reporter-ohne-grenzen.de

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