Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

20. Februar 2013 | Allgemeines

Erlaubt / Verboten - Social-Media-Recht für Verlage

BDZV-Report "Auf neuen Wegen" mit juristischer Analyse und zahlreichen Fallbeispielen

Social-Media-Aktivitäten gehören für Zeitungsverlage längst zum Alltag. Gut 90 Prozent sind mit eigenen Präsenzen in Facebook und Twitter vertreten und immer mehr Verlags-Accounts finden sich auch in Google+ oder auf Youtube. Für die Social-Media-Verantwortlichen bedeutet dies vor allem eines: ständiges Kommunizieren und das immer rechtskonform. Doch anders als in der Offline-Marketing-Welt gelten in sozialen Netzwerken nicht nur die gesetzlichen Vorschriften aus dem Urheber-, Marken- oder Datenschutzrecht, sondern auch noch die Hausregeln der Plattformen. " Social-Media-Manager sind aus rechtlicher Sicht deshalb wirklich nicht zu beneiden", analysiert der Berliner Rechtsanwalt Thomas Schwenke im gerade erschienenen BDZV-Report "Auf neuen Wegen - Verlage und ihr Digitalgeschäft".

Bild Schwenke auf neuen WegenSein Ratschlag an die Verlage: Social-Media-Teams sollten intensiv juristisch geschult werden und "geben Sie ihnen Guidelines an die Hand, die als Richtschnur dienen". Dabei sei es gar nicht notwendig, alle Paragraphen und Gerichtsentscheidungen zu vermitteln. Denn 90 Prozent aller Rechtsverstöße passierten aus fehlendem Bewusstsein, dass überhaupt ein Rechtsproblem vorliegen könnte. "So wird bei Fotos oftmals gar nicht an den Urheberschutz gedacht, werden das Impressum außer Acht gelassen und Nutzungsbedingungen der Plattformen schlicht ignoriert", meint Schwenke.


Dabei seien gerade die "Hausregeln" oftmals besonders tückisch. So ist die kommerzielle Nutzung des Youtube-Konkurrentens Vimeo.com beispielsweise nur gegen eine Entgeltzahlung erlaubt. Oder auf Facebook dürfen Unternehmen laut AGBs nur Fan-Seiten aber keine Profil-Seiten unterhalten und "Gewinnspiele müssen auf einem eigenen Server laufen, der über eine Applikation in die Facebook-Seite eingebunden wird", so Schwenke weiter. Bei Verstößen gegen die Vorschriften drohe unter anderem die Löschung des Accounts und damit der Kontaktverlust zur Nutzer-/Leserschaft.

 

Haftung für Mitarbeiter

 

Cover Auf neuen WegenBezüglich der Haftung für Fehler gelte laut Schwenke erst einmal der Grundsatz: Für Verfehlungen von Mitarbeitern beim Social-Media-Marketing haftet der Arbeitgeber. Sein Risiko sei umso größer, je weniger Anweisungen er gebe und je weniger er die Angestellten aufkläre. "Wer zum Beispiel einen Mitarbeiter pauschal mit der Betreuung der Social-Media-Kanäle beauftragt, haftet unter Umständen auch für Rechtsverstöße, die dieser in seiner Freizeit oder unter Verwendung von Privataccounts im Namen des Unternehmens begeht", erläutert der Social-Media-Experte. Daher rät er: Beschäftigten sollten konkrete Aufgabenbereiche zugewiesen werden. Für private Aktivitäten der Mitarbeiter hafteten Firmen damit erst dann, wenn Beschäftigte den Eindruck erweckten, für den Verlag zu handeln, der Arbeitgeber davon Kenntnis hatte und es duldete.

 

Bestellung


In seinem Beitrag für "Auf neuen Wegen" beschäftigt sich Thomas Schwenke zudem umfangreich mit den Themen Datenschutz, Impressumspflicht in sozialen Netzwerken, Urheberrechtsverletzungen und Haftung für Links und Nutzerbeiträge. Im neuen Digitalreport des BDZV finden sich außerdem Aufsätze von Online-Journalistin Ulrike Langer und dpa-infocom-Chef Meinolf Ellers zur Frage: Kann hyperlokaler Journalismus junge Zielgruppen an die Zeitung binden? Verlagsberater Gregor Waller erläutert Ansätze für eine erfolgreiche Paid-Content-Strategie und erklärt Vor- und Nachteile der verschiedenen Paywall-Modelle - von Metered Modell bis Spende. Und BDZV-Multimedia-Referent Holger Kansky präsentiert die neuesten Entwicklungen im App-Geschäft, beschreibt digitale Abo-Modelle und erläutert die Rolle des Verlags als Digitalagentur für den lokalen Handel.

"Auf neuen Wegen" soll allen Online- und Mobilverantwortlichen als schnelle Orientierungshilfe und Nachschlagewerk zu den aktuellen Themen der Branche dienen. Der Report ist über die ZV ausschließlich als PDF-Datei zu beziehen. Mitglieder der BDZV-Landesverbände zahlen 15 Euro, Nichtmitglieder 25 Euro (jeweils inklusive Mehrwertsteuer). Weitere Informationen und Bestellung unter www.zv-online.de oder bei ZV, Britta Steffen, Telefon 030/726298-241, E-Mail buch(at)bdzv.de.

zurück