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05. November 2007 | Digitales

Erfolgsfaktoren für Online-Videoformate

Videonachrichtendienste oder Videoshows wie Ehrensenf liegen derzeit voll im Trend. Doch nicht jedes Videoangebot trifft auch den Nerv der Internetnutzer. Eine aktuelle Checkliste zeigt Online-Publishern daher auf, was erfolgreiche Onlinevideo-Angebote ausmacht.

Die Fünf-Minuten-Regel:

Im Internet gibt es eigentlich keine Einschränkung, was die Länge eines Videos betrifft. Jeder könnte also sein Video so lang machen wie er will. Doch Shows wie Ehrensenf zeigen: Die durchschnittliche Spieldauer eines Onlinevideos liegt klar unter fünf Minuten: normalerweise zwischen zwei und vier Minuten. Die Entscheidung, ob ein Video gesehen wird, fällt in den ersten zehn Sekunden des Videos. Zum Vergleich: Bei vielen TV-Shows hat der Zuschauer in diesem Zeitraum noch nicht einmal den Vorspann ganz gesehen.

Bieten Sie echten Mehrwert

Videoclips sollten nicht zum Selbstzweck produziert werden. Sie sollten den Nutzern einen echten Mehrwert bieten. Was der User besser lesen kann, sollte er auch lesen. Was er sehen muss, soll er auch auf der eigenen Zeitungswebsite sehen.

Konzentrieren Sie sich auf Videos mit Lokalbezug

Wenn der Nutzer im Beitrag Freunde, Nachbarn oder sich selbst sieht, steigt das Interesse an den Videos und der Nutzer wird wiederkommen. Im Lokalen laufen Nachrichten-Videos meist außer Konkurrenz. Das ist der USP der Zeitungen, die dieses exklusive Merkmal auch deutlich herausstellen müssen. Dass lokale Videos boomen und gerade hier das Hauptaugenmerk gesetzt werden sollte, belegt auch eine Studie der sächsischen Landesmedienanstalt. Sie hat ergeben, dass Fernsehsender mit Lokalbezug nicht nur immer höhere technische Reichweiten erreichen, sondern auch bei Zuschauern zunehmend an Zuspruch gewinnen. Den Daten zufolge erhöhte sich die Zahl der potenziellen Nutzer, die in Sachsen regionale Fernsehprogramme kennen und auch empfangen können - gegenüber dem Vorjahr um 162.600 auf 1.803.400 bei Personen ab 14 Jahren.

Werbespots nicht länger als zehn Sekunden

In die bewegten Bilder können wie im herkömmlichen Fernsehen Werbespots eingebunden werden. Dabei stößt das Web-TV jedoch an Grenzen. Es gilt: je kürzer der Spot, desto höher die Bereitschaft, ihn anzuschauen. Als optimal gelten zehn Sekunden im Pre-Roll. „Ab 15 Sekunden gehen Online-User aus dem Angebot“, sagt Jürgen Oehler, Online-Ressortleiter beim „Kölner-Stadt-Anzeiger“. Bestehende Inhalte aus Fernsehspots können zwar wiederverwendet werden, es empfiehlt sich jedoch, spezielle Online-Spots zu erstellen, mit denen Zielgruppensegmente gezielt angesprochen werden können. Das bedeutet zwar höhere Produktionskosten, die sich aber durch höhere Effizienz wieder auszahlen.

Setzen Sie auf das Serien-Format

Die erfolgreichen Onlinevideo-Formate leben von ihrem Stammpublikum. Diese Basis gilt es sich zu erarbeiten und das geht am besten mit einem seriellen Format. Wiederkehrende Inhalte, bekannte Gesichter und ein klar definierter Handlungsrahmen sind die wichtigsten Ausgangspunkte für den Aufbau einer Community rund um ein Nachrichten-Format. Bedenken Sie: Wer kein Serienformat verfolgt, muss sich für jedes Video das Publikum neu erarbeiten, was extrem aufwendig ist.

Nutzen Sie bei der Distribution möglichst viele Kanäle

Idealerweise wird eine Videoshow auf einer eigenen Internetseite oder einem eigenen Blog gehostet, denn nur über die eigene Seite lässt sich eine Community etablieren. Das heißt jedoch nicht, dass die Verbreitung damit beschränkt bleiben soll. Vielmehr ist die eigene Seite nur der Ausgangspunkt für eine Verbreitung über verschiedene Videohoster. Auch das Potential des Abonnements durch Podcasts sollte nicht unterschätzt werden. Je nach Show konsumieren ein Drittel bis zu weit über die Hälfte der Zuschauer die Videos via RSS-Abonnement. Das Besondere am Format „Elektrischer Reporter“ ist, dass er nicht nur über die „Handelsblatt“-Homepage und www.elektrischer-reporter.de abrufbar ist, sondern die Inhalte auch über die „angeschlossenen Funkhäuser“, also Videoplattformen wie Youtube und Sevenload, den Nutzern zur Verfügung stellt. Diese dürfen die Filme unter Einhaltung der Regeln der Creative-Commons-Lizenz weiterverarbeiten.

Versuchen Sie, die Qualität Ihrer Videos zu steigern

Auch im Internet zählt die Qualität und wird immer mehr zur Grundvoraussetzung. Natürlich gibt es Unmengen an peinlichen, schlechten Videos, die unter Umständen von vielen Zuschauern gesehen werden, aber mit diesen Videos verdient keiner Geld. Der Erfolg dieser Videos ist nicht planbar und auch nur sehr schwer vorherzusehen. Der Erfolg ist zudem nicht zu wiederholen. Alle erfolgreichen Web-Videoformate haben ein klares Konzept, benötigen mehrere Stunden in der Produktion und auch auf die Ausleuchtung, Kameraführung und Tonqualität wird penibel geachtet. Die Darsteller sind entweder Profis oder sehr talentierte Amateure, die über Monate und Jahre hinweg Erfahrung vor der Kamera gesammelt haben.

Integrieren Sie die Webvideos in dazugehörige Artikel

Wenn Videos auf Zeitungswebsites eingesetzt werden, wirken diese oft wie Fremdkörper auf der Seite. Sie werden nicht thematisch zu Artikeln zugeordnet und integriert, damit ein Mehrwert für den Nutzer entsteht, sondern meist in einem externen System aufgelistet. Die Navigation zu diesem Videoportal verläuft in den meisten Fällen über einen Punkt „Video“ in der Navigationsleiste und wird dann systematisch angeordnet nach Datum und Kategorien. Eine Verzahnung mit dem Content in dazugehörige Artikel wird oft nicht gewährleistet. Dass Video und Texte zu einem Thema parallel angeboten werden, fällt nur durch separates Klicken im Video- als auch Textangebot auf. Erst vereinzelt wird auf der Startseite, in Teasern oder durch Videosymbole auf das Videoportal der Seite aufmerksam gemacht. Auffällig: Bei Tageszeitungen, die eigene Videos produzieren, ist dies besser gewährleistet. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass bei eigenen Produktionen gleichzeitig ein Artikel über das Thema des Videos vorliegt, was bei Themen von überregionalen Agenturen oft nicht der Fall ist.

Quelle: websehen.net, ibusiness.de

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