Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

13. März 1997 | Allgemeines

Erfolgreiches Papierrecycling bedroht

vdp: Altpapier nicht als Abfall stigmatisieren

Die Absicht der Bundesländer, Altpapier weitgehend dem Abfallbegriff zu unterwerfen, bedroht das erfolgreiche Papierrecycling in Deutschland, erklärte der Vizepräsident des Verbandes Deutscher Papierfabriken (vdp), Dr. Georg Holzhey, am 10. März 1997 in Bonn. Wer "Altpapier zu Abfall" mache, stelle den ökologischen Konsens in der Gesellschaft in Frage. Der BDZV unterstützt die Haltung des vdp in dieser Sache nachdrücklich.

Mit einer Recyclingquote von 59 Prozent zählten die Deutschen, wie Holzhey ausführte, zu "den Spitzenreitern bei der Wiederverwertung von Altpapier". Dies funktioniere jedoch nur wegen der breiten Akzeptanz von Altpapierprodukten in der Bevölkerung. Sollte nun Altpapier aus den Haushalten "durch die Reglementierungswut von Länderbeamten mit dem Begriff Abfall stigmatisiert werden", werde diese Akzeptanz sinken. Die umweltpolitisch gewollte und ökologisch sinnvolle weitere Steigerung des Altpapierrecyclings wäre damit ernsthaft gefährdet. Altpapier stehe als Symbol für eine vernünftige Wiederverwertung; dieses werde nun in Frage gestellt.

Hintergrund ist das im vergangenen Jahr in Kraft getretene Kreislaufwirtschafts-/Abfallgesetz, das den Ländern die Verantwortung für die Umsetzung der entsprechenden Ausführungsbestimmungen übertragen hat. Die Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) hat in ihrer jüngsten Stellungnahme erklärt, daß Altpapier solange als Abfall betrachtet werden müsse, bis wieder neue Produkte daraus hergestellt worden seien. Laut vdp teilen lediglich die Länder Bayern und Sachsen "diese widersinnige Haltung nicht". Holzhey forderte die Ministerpräsidenten der Länder auf, von ihrer Richtlinienkompetenz Gebrauch zu machen und der Abwertung eines "Rohstoffes aus zweiter Hand" per Verordnung entgegenzuwirken.

zurück