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27. April 2000 | Allgemeines

"Er brauchte die Demokratie wie die Luft zum Atmen"

Trauerfeier für NRZ-Herausgeber Dietrich OppenbergTrauerfeier für NRZ-Herausgeber Dietrich Oppenberg

Er sei ein "leidenschaftlicher Freund des freien Wortes" und ein "weltoffener Mäzen" gewesen. Das sagte Bundespräsident Johannes Rau anlässlich der Trauerfeier in Essen über den am 24. März 2000 verstorbenen Gründer und Herausgeber der "Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung", Dietrich Oppenberg. Rau erinnerte an Oppenbergs Widerstand gegen den Nationalsozialismus und an seine jüdische Vergangenheit, "auf die er stolz war." Die Demokratie war ihm wichtig, betonte der Bundespräsident. "Ich habe ihm viel zu verdanken."

Der Chefredakteur der "Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung", Richard Kiessler, stellte bewegt fest, dass nichts mehr so sein werde, "wie es war, als wir ihn unter uns wussten". Dietrich Oppenberg habe eine Zeitung mit klarem politischen Profil geschaffen - "aber niemals eine Parteizeitung", weil er ein homo politicus war, ohne Parteigänger zu sein. "Er wollte nicht abseits stehen und zuschauen. Er brauchte die Demokratie wie die Luft zum Atmen und stritt zeitlebens für die Sache des freien Wortes." Vor den zahlreichen Trauergästen, zu denen auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement und Essens Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger zählten, rief Georg W. Költzsch, Direktor des Museums Folkwang, den Kunstmäzen Oppenberg ins Gedächtnis. Der Verleger habe sich viele Jahre unermüdlich für das Haus engagiert aus der Überzeugung heraus, dass Kunst zur Besserung der gesellschaftlichen Verhältnisse beitragen könne. Und Laurent Fischer, heute Vorsitzender des Versorgungswerks der Presse, sagte über den auch hier einst als Gründer und Motivator tätigen Oppenberg: "Sein Beispiel war Ansporn."

Heinrich Meyer, langjähriger Geschäftsführer der Rheinisch-Westfälischen Verlagsgesellschaft (RWV) und enger Vertrauter von Oppenberg, sagte: "Ich werde ihn sehr vermissen." Meyer ist als Nachfolger des Verstorbenen zum Herausgeber der "NRZ" berufen worden. Er kam 1991 zur RWV; seit 1994 ist er auch Geschäftsführer der Stiftung Pressehaus NRZ.

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