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22. Juli 2009 | Ausland

Entführung in Mogadischu

Die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (RoG) zeigt sich „schockiert“ darüber, dass sich zwei Mitarbeiter des französischen Nachrichtendienstes, die am 14. Juli 2009 ent­führt wurden, als Journalisten ausgegeben ha­ben. Die beiden Männer wurden aus einem Hotel entführt, das RoG zufolge in einem der sichersten Stadtviertel Mogadischus liegt. „Wir hoffen, dass die beiden Sicherheitsberater schnell frei gelas­sen werden“, sagte die Menschrechtsorganisation dazu. Doch sei es inakzeptabel, dass sie sich als Journalisten ausgegeben hätten. Sie seien in offizieller Mission unterwegs gewesen und hätten keinen Grund, dies zu verbergen. Ihr Verhalten gefährde die Arbeit von Journalisten in dem oh­nehin für Medienmitarbeitende sehr gefährlichen Land. Die Männer sollten angeblich der derzeiti­gen Übergangsregierung bei der Bewältigung von Sicherheitsproblemen helfen. „Der Fall wirft ein Schlaglicht auf eine alte Praxis, die sich in den vergangenen Jahren noch verstärkt hat. Nach­richtendienste oder Militärangehörige verstecken sich gern hinter der Legende eines Journalisten oder eines humanitären Helfers, und am Ende sind alle verdächtig“, schreibt dazu Hans Leyen­decker in der „Süddeutschen Zeitung“. Wahr sei aber auch, merkt Leyerndecker an, dass die Grenzen bei einigen Journalisten fließend seien. Nicht selten wurden und werden Journa­listen in Krisengebieten mit dem Angebot eines Aus­tauschs exklusiver Nachrichten geködert – „ein meist gefährliches System des Gebens und Nehmens“. Er warnt: „Geheimjournalisten sind für den Beruf so gefährlich wie Geheimdienstleute als Journalisten.“

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